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Nächste Saison Teamkollegen? Michael Hackert (l.) im Zweikampf mit Nathan Robinson © imago

Die kommenden drei Partien haben es für die Adler Mannheim in sich. Den Auftakt macht das Spitzenspiel gegen die Krefeld Pinguine.

Von Rainer Nachtwey

München/Mannheim - Für die Adler Mannheim steht die Woche der Wahrheit an. Auf den DEL-Rekordmeister warten in den kommenden Tagen drei absolute Topspiele.

Den Auftakt bestreiten die zweitplatzierten Kurpfälzer beim Verfolgerduell des 23. Speiltags mit dem Tabellendritten Krefeld Pinguine, die heute Abend (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) zu Gast in der SAP Arena sind.

Am Freitag geht die Reise für die Adler nach Frankfurt und zum Abschluss am Sonntag müssen die Mannheimer beim Spitzenreiter Hannover Scorpions antreten.

Respekt vor dem Gegner

Der heutige Gegner genießt bei den Gastgebern viel Respekt. "Nach dem tollen Saisonstart der Pinguine habe ich schon gedacht, die würden irgendwann einbrechen. Aber sie haben gezeigt, dass sie zu Recht das Überraschungsteam der Saison sind", sagt Adler-Stürmer Michael Hackert.

Zuletzt bewiesen die Krefelder gegen Köln, dass mit ihnen dieses Jahr zu rechnen ist. Nach einer Niederlagenserie von drei Spielen - darunter die höchste Saisonpleite beim 1:5 in Wolfsburg - fegte der Meister von 2003 die Haie mit 6:0 vom Eis.

Erster Shutout für Kovacic

Besonders für Keeper Danijel Kovacic war der Erfolg über die Kölner ein besonderer. Erstmals stand der 21-Jährige über 60 Minuten im Kasten der Pinguine und feierte gleich seinen erstes Zu-Null-Spiel.

"Das war ein tolles Erlebnis", sagte Kovacic. "Ich war zuerst nervös, habe dann aber meinen Beitrag zum Sieg beigesteuert. Dass es dazu noch zu einem Shutout gereicht hat, macht mich natürlich stolz."

Hackert und Jaspers in der Kritik

Der junge Torwart wird auch in Mannheim von Beginn an auflaufen, auch weil Stammkeeper Scott Langkow an einem Muskelfaserriss in der Leistengegend leidet. Dabei will Kovacic Nationalspieler Hackert und Jason Jaspers mit seinen Paraden weiter in die Krise treiben.

Zwar traf das Duo nach der Schelte von Trainer Dave King - "Was ist mit Jaspers, was ist mit Hackert?" - beim 3:2-Sieg in Duisburg, muss aber nach seinen Saisontoren vier bei Hackert bzw. eins bei Jaspers nachlegen.

Viertschwächster Angriff

Hackert geht damit selbstkritisch um, sieht das Problem jedoch nicht allein bei sich, sondern an der generellen Abschlussschwäche seines Teams. "Ich will nicht von meiner Person ablenken?, sagt der 27 Jahre alte Stürmer, "aber wir tun uns allgemein schwer, den Puck über die Linie zu drücken."

Die Zahlen bestätigen den Mittelstürmer. Mit Ingolstadt (54 Tore), Kassel (51) und Duisburg (46) trafen nur der Tabellen-14., -15. und 16. seltener ins gegnerische Gehäuse als die Mannheimer (61).

Rückkehr von Robinson geplant

Coach King will darauf reagieren und hat für die kommende Saison zwei Stürmer im Blick. Wie die "Eishockey News" berichtet, hofft King darauf, seinen Sohn Scott King und Nathan Robinson aus Nürnberg und Berlin zu den Adlern zu locken.

Für Robinson wäre es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. 2007 gewann der Flügelstürmer mit Mannheim die Meisterschaft.

Vorerst keine neuen Verträge für DEG-Trio

Die Planungen für die neue Saison lässt Düsseldorfs Manager Lance Nethery vorerst ruhen. Die Vertragsverlängerungen mit Brad Tutschek, Adam Courchaine und Evan Kaufmann legte Nethery nach zuletzt vier Niederlagen in Folge vorerst auf Eis.

"Die Jungs sollen sich auf den Sport konzentrieren. Wir haben ein enges Programm mit vier Spielen in acht Tagen. Ich will keine Ablenkung", sagt er vor dem Gastspiel bei den Kassel Huskies im "Express".

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