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Die DEG stand zuletzt 2009 im Finale und verlor dort gegen die Eisbären Berlin © imago

Während Düsseldorf befreit aufspielen kann, stehen die Eisbären im vierten Playoff-Halbfinalspiel mit dem Rücken zur Wand.

München - 15 DEG-Helden früherer Tage fieberten auf der Tribüne mit, als die Düsseldorfer ihrem Traum vom ersten Meistertitel seit 15 Jahren einen weiteren Schritt näher kamen.

Die ehemaligen Eishockeystars hielt es genau wie die anderen 7800 Zuschauer beim packenden 4:2-Sieg im dritten Playoff-Halbfinalspiel gegen die Eisbären Berlin nicht mehr auf den Sitzen.

Ein Sieg noch am Sonntag (ab 14.35 Uhr LIVESCORES) in der Hauptstadt - und die DEG steht im Finale um die deutsche Meisterschaft.

"Es ist ein geniales Gefühl, wieder in Führung zu liegen und jetzt zwei Matchbälle zu haben. Wir wollen die Serie schon in Berlin klarmachen", sagte Stürmer Daniel Kreutzer angesichts der 2:1-Führung im Duell mit den Eisbären.

EHC Wolfsburg wartet im Finale

Wenn es so kommt, geht es im Finale gegen EHC Wolfsburg:

Der Vorrundenmeister und Titelfavorit verwandelte im dritten Playoff-Halbfinale gegen die Krefeld Pinguine seinen ersten Matchball.

Die Niedersachsen setzten sich durch den hart umkämpften und etwas glücklichen 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)-Sieg nach zweimaliger Verlängerung in der Serie "best of five" mit 3:0 durch. (DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan)

Hedlund zerfetzt das Tornetz

Zwei Tage nach der in allen Belangen enttäuschenden 1:5-Niederlage in Berlin waren die Metro Stars kaum wiederzuerkennen. (STENOGRAMME: Die Playoffs)

"Wir haben unser wahres Gesicht gezeigt", sagte Kreutzer.

[kaltura id="0_dn3bpnfu" class="full_size" title="Deutschland unterliegt Schweden "]

Symbolisch für die Dynamik und Durchschlagskraft der Düsseldorfer stand der 1:0-Führungstreffer durch US-Verteidiger Andrew Hedlund nach bereits 65 Sekunden:

Nach dessen Gewaltschuss zerfetzte der Puck das Tornetz, die Schiedsrichter mussten den Videobeweis bemühen.

Eisbären setzen auf Statistik

Dieses Kunststück war im zweiten Playoff-Halbfinale bereits dem Berliner Nationalspieler Andre Rankel gelungen, dieses Mal aber wirkten die Eisbären schläfrig und unkonzentriert.

"Die DEG war die bessere Mannschaft. Meine Spieler haben viele schlechte Entscheidungen getroffen", sagte Gäste-Trainer Don Jackson, der vor allem mit dem miserablen Überzahlspiel seines Teams haderte.

Hoffnung schöpften die Berliner aus der Tatsache, dass in der Serie bislang immer die Heimmannschaft als Sieger das Eis verlassen durfte.

Reimer dennoch mit Kampfansage

Doch DEG-Außenstürmer Patrick Reimer schickte eine Kampfansage an die Konkurrenz: "So wie am Dienstag werden wir uns auswärts nicht noch einmal präsentieren. Wir sind mental und körperlich sehr stark."

Zudem kann der achtmalige Champion befreit aufspielen.

Denn selbst im Falle einer Niederlage hätte man am kommenden Dienstag im fünften und letzten Halbfinalspiel eine weitere Chance auf den Endspieleinzug - und das vor heimischem Publikum.

Ungeliebter ISS-Dom als Vorteil

Das ist ein klarer Vorteil, denn die Stimmung im ungeliebten ISS-Dom erinnert in den diesjährigen Playoffs immer mehr an die Zeiten im altehrwürdigen Eistempel an der Brehmstraße.

Auch wenn am Donnerstag erneut viele Plätze frei blieben.

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