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Der EHC Wolfsburg feierte im Jahr 2009 den Sieg im DEB-Pokal © imago

Die Niedersachsen stehen nach dem Sieg gegen Krefeld zum ersten Mal in ihrer Geschichte im DEL-Finale. Das Siegtor fällt spät.

Wolfsburg - Der EHC Wolfsburg hat nach einem Halbfinal-Durchmarsch und einer nervenaufreibenden "Nachtschicht" als erstes Team das Endspiel in der DEL erreicht.

Der Vorrundenmeister und Titelfavorit verwandelte im dritten Playoff-Halbfinale gegen die Krefeld Pinguine seinen ersten Matchball und setzte sich durch den hart umkämpften und etwas glücklichen 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)-Sieg nach zweimaliger Verlängerung in der Serie "best of five" mit 3:0 durch. (STENOGRAMME: Die Playoffs)

Der DEB-Pokalsieger von 2009 erreichte erstmals das DEL-Finale und hat damit bereits den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht.

Hospelt wird zum späten Helden

Im Endspiel, das ebenfalls nach dem Modus "best of five" ausgetragen wird, treffen die Wolfsburger ab kommenden Freitag entweder auf die Düsseldorfer EG oder die Eisbären Berlin. (DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan).

Die Rheinländern führen in der zweiten Halbfinalserie mit 2:1-Siegen und können am Sonntag (ab 14.35 Uhr LIVESCORES) dem EHC ins Endspiel folgen.

Gefeierter Wolfsburger Held in einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel war Kai Hospelt, der nach insgesamt 86 Spielminuten in der dramatischen Overtime mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten den Siegtreffer erzielte.

Reimer: "Das ist der Wahnsinn"

Krefelds Kapitän Herbert Vasiljevs saß zu diesem Zeitpunkt nach einem brutalen Check eine Disziplinarstrafe ab.

"Dass wir nach drei Spielen auf diese Weise ins Finale einziehen, ist natürlich der Wahnsinn", sagte Wolfsburgs überragender Torwart Jochen Reimer.

Trainer Pavel Gross lobte aber auch den Gegner: "Das Spiel war sehr intensiv, Krefeld war stark und optisch überlegen. Aber wir haben das eine Tor mehr geschossen."

Magowan erzielt seinen neunten Treffer

Vor 4087 Zuschauern hatten die Krefelder, die die ersten beiden Spiele mit 2:4 und 3:4 verloren hatten, den Niedersachsen jedoch einen harten Kampf geliefert. In einem intensiven Spiel gingen die Gastgeber durch Torjäger Ken Magowan in der siebten Minute in Führung.

Der Angreifer traf in den Playoffs bereits zum neunten Mal. Die Gäste hielten weiter dagegen und kamen immer besser in Spiel. Der Ausgleich durch Roland Verwey (29.), der in der Meisterrunde zum fünften Mal traf, war verdient.

Im Schlussabschnitt der regulären Spielzeit erwischten wieder die Gastgeber den besseren Start, doch gegen die enorm kampfstarken Krefelder gelang das Team von Chefcoach Pavel Gross zunächst nicht die entscheidende Offensivaktion.

Goalies überragen auf beiden Seiten

Doch auch die Krefelder setzten immer wieder Akzente, verpassten aber ihrerseits auch in Überzahl die Führung.

Beide Goalies, Jochen Reimer auf Wolfsburger und Scott Langkow auf Krefelder Seite, zeigten auch in der Verlängerung überragende Leistungen.

Die Krefelder zeigten dort energisch den Willen, den K.o. abzuwenden, und waren das aktivere Team.

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