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Die Eisbären behielten in den Playoffs gegen die DEG immer die Oberhand © getty

Im entscheidenden Spiel führt die DEG, verteilt dann aber Geschenke. Die Vorentscheidung fällt schon im zweiten Drittel.

Düsseldorf - Die Eisbären Berlin haben den Traum der Düsseldorfer EG vom Gewinn der ersten DEL-Meisterschaft seit 15 Jahren zerstört und sind dem EHC Wolfsburg ins Finale um die deutsche Meisterschaft gefolgt.

Der viermalige deutsche Meister gewann das entscheidende fünfte Playoff-Halbfinale in Düsseldorf mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) und setzte sich damit in der Serie mit 3:2 durch (STENOGRAMME: Die Playoffs).

Das erste Endspiel findet am Freitag in Wolfsburg statt (DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan).

Der achtmalige Meister Düsseldorf scheiterte damit erneut an den Berlinern, die sie noch nie in einer Playoff-Serie bezwingen konnten.

"Zu nervös, zu viele Fehler"

"Ich bin sehr enttäuscht. Wir hatten es eigentlich drauf. Berlin war die bessere Mannschaft. Wir waren zu nervös und haben Fehler gemacht", sagte DEG-Kapitän Daniel Kreutzer.

Überglücklich war Eisbären-Spielführer Stefan Ustorf: "Über 60 Minuten haben wir besser gespielt. Ich ziehe aber auch meinen Hut vor Düsseldorf. Sie haben eine tolle Mannschaft."

DEG mit besserem Start

Vor 9045 Zuschauern im ausverkauften ISS Dome wirkten die Düsseldorfer zunächst spielfreudiger und kamen besser ins Spiel.

Nationalspieler Patrick Reimer brachte die Gastgeber in Führung (7. ), Gäste-Schlussmann Rob Zepp war bei dem abgefälschten Schuss ohne Abwehrchance.

In der Schlussphase des ersten Drittels erarbeiteten sich die Berliner aber mehr Spielanteile und kamen schließlich durch das dritte Playoff-Tor von Stefan Ustorf zum verdienten Ausgleich (17.).

Walser mit der Vorentscheidung

Im Mitteldrittel erwischten die Eisbären den besseren Start.

In der 29. Minute nutzte Mads Christensen eine Unaufmerksamkeit der DEG-Abwehr zum 2:1. Für Dänemarks Eishockeyspieler des Jahres 2009 war es bereits der vierte Treffer in den Playoffs.

Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich eine rassige und temporeiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In einem weiteren Überzahlspiel drängte Düsseldorf auf den Ausgleich, den Zepp gleich mehrfach vereitelte.

Im ersten Powerplay der Eisbären dagegen traf Derrick Walser 29 Sekunden vor der zweiten Drittelpause zum 3:1 - die Vorentscheidung.

Eisbären-Serie hält

Angetrieben durch die lautstarke Unterstützung ihrer Fans mobilisierten die Hausherren im Schlussdrittel nochmals alle Kräfte.

Die Eisbären hielten jedoch dagegen, zeigten keinerlei Nerven und ließen bis zur Schlusssirene nicht mehr viel zu.

Es war der erste Berliner Sieg in Düsseldorf seit dem Titelgewinn im April 2009. Seit 2004 haben die Eisbären alle fünf Playoff-Duelle gegen die Rheinländer zu ihren Gunsten entschieden.

Am Freitag nach Wolfsburg

Am Freitag müssen die Eisbären im ersten Duell der "best of five"-Finalserie zunächst in Wolfsburg antreten.

Die Niedersachsen hatten sich nach zwei glatten 3:0-Erfolgen gegen die Kölner Haie (Viertelfinale) und die Krefeld Pinguine (Halbfinale) souverän für die Endspiele qzualifiziert.

Im Stenogramm:

Düsseldorfer EG - Eisbären Berlin 1:3 (1:1, 0:2, 0:0)

Tore: 1:0 Reimer (6:02), 1:1 Ustorf (16:35), 1:2 Christensen (28:14), 1:3 Walser (39:31)Schiedsrichter: Aumüller/Schimm (Planegg/Waldkraiburg)Zuschauer: 9045 (ausverkauft)Strafminuten: Düsseldorf 4 - Berlin 8Play-off-Stand: 2:3

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