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Die Eisbären mit Denis Pederson (r.) haben alle Saisonduelle gegen Wolfsburg gewonnen © imago

Vor dem ersten Duell zwischen Wolfsburg und Berlin loten die Trainer ihre Chancen aus. Prominente Gäste wollen dabei sein.

München - Grizzlies gegen Eisbären - beim Duell um die Eishockey-Krone werden vielleicht sogar Felix Magaths Wölfe zu Fans.

"Wenn wir die Möglichkeit haben, werden wir beim Finale vorbeischauen und die Mannschaft unterstützen", kündigte der Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg vor dem ersten Playoff-Finale in der DEL am Freitag (ab 19.35 Uhr LIVESCORES) zwischen Vorrundenprimus Grizzly Adams Wolfsburg und den Eisbären Berlin an.

Wolfsburg ist allerdings auch schon ohne Unterstützung von außen schon selbstbewusst.

"Wir sind der Favorit. Die Spiele der Hauptrunde interessieren jetzt nicht mehr, es geht wieder ganz von vorne los", sagt Grizzlies-Coach Pavel Gross hocherhobenen Hauptes.

Der Zuschauer-Bonus fällt weg

In der regulären Saison hatten die Eisbären noch alle vier Duelle gegen Wolfsburg (4:1, 4:1, 5:4, 5:3) gewonnen und sich damit vor dem Beginn der Best-of-five-Serie einen mentalen Vorteil verschafft.

Gross dreht den Spieß um und nennt die schwarze Serie bei SPORT1 "eine Zusatzmotivation" (EXKLUSIV: Gross im SPORT1-Interview).

Die Hauptstädter müssen auf einen Bonus verzichten (DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan).

In der Hauptrunde machten über 1500 Eisbären-Fans den letzten Auftritt in der Wolfsburger Eisarena zum Heimspiel in Niedersachsen. Dieses Mal sollen nur 400 Hauptstädter dabei sein.

Das erste Spiel zählt

Nach dem DEL-Pokalsieg 2009 ist die erste Endspielteilnahme der größte Erfolg der noch jungen Wolfsburger Vereinsgeschichte. Erst seit der Saison 2007/2008 spielt der EHC in der DEL.

"Die Meisterschaft interessiert mich jetzt noch nicht. Für mich zählt das erste Spiel und da besonders das erste Drittel", sagt Pavel Gross. Ein guter Start sei wichtig, um Berlin gar nicht erst in die Serie kommen zu lassen.

"Erst wenn das erste Spiel gewonnen ist, bringt es uns einen Vorteil, dass Berlin schon mehr Spiele machen musste und vielleicht nicht mehr so frisch ist", ergänzte der Trainer.

Keine Ausrede für Berlin

Während die Eisbären fünf harte Halbfinal-Fights gegen den achtmaligen Meister Düsseldorfer EG in den Knochen haben, marschierte Wolfsburg mit einem glatten 3:0 gegen Krefeld durch die Vorschlussrunde und konnte eine Woche pausieren.

"Fehlende Kraft darf in den Playoffs aber keine Ausrede sein. Auf diese wichtigen Momente arbeiten wir schließlich die ganze Saison hin", sagte der Berliner Andre Rankel.

Auch im Viertelfinale hatte Wolfsburg glatt mit 3:0 gegen die Kölner Haie gesiegt, Berlin benötigte gegen Ingolstadt auch hier ein Spiel mehr.

"Wir denken von Drittel zu Drittel"

Die Hauptstädter haben dennoch ihren fünften Titel im Blick, die Grizzlys wollen das verhindern (STENOGRAMME: Die Playoffs).

"Die Systeme beider Teams sind sich sehr ähnlich. In so einem Finale können nur die Kleinigkeiten entscheiden. Wir sind sehr gut vorbereitet", sagt Gross. Berlins Trainer Don Jackson schielt noch nicht auf den Pokal, sondern gibt sich betont zurückhaltend.

"Wir denken von Spiel zu Spiel, Drittel zu Drittel, Wechsel zu Wechsel", sagte der 55-Jährige.

"Wir erwarten tolle Finalserie"

Die Euphorie vor den Finals in Berlin ist riesengroß. Nur 14 Stunden nach dem Sieg im fünften Halbfinale in Düsseldorf war die Berliner Arena am Ostbahnhof mit ihren mehr als 14.000 Plätzen für das zweite Spiel am Sonntag (ab 14.30 Uhr LIVESCORES) ausverkauft.

Auch in Wolfsburg ist für die dritte Begegnung am Dienstag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) schon keines der 4700 Tickets mehr zu bekommen.

"Im Halbfinale war zu spüren, dass der Funke auf die Zuschauer übergesprungen ist und die Stimmung immer besser wurde. Wir erwarten jetzt eine tolle Finalserie", sagte Gross.

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