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Das erste Playoff-Finalspiel hatte es in sich - da fliegen auch die Fäuste © getty

In einem höchst emotionalen Playofffinale gelingt den Berlinern der Auftaktsieg in Wolfsburg. Für ordentlich Zoff ist gesorgt.

Wolfsburg - Die Eisbären Berlin sind ihrem Traum von der fünften Meisterschaft der Klubgeschichte einen großen Schritt näher gekommen.

Die Mannschaft von Trainer Don Jackson setzte sich im ersten Playoff-Finalspiel der DEL beim Vorrundenprimus EHC Wolfsburg mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0) durch und ging in der "best of five"-Serie mit 1:0 in Führung (DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan).

Im zweiten Duell am Sonntag (ab 14.30 Uhr LIVESCORES) in Berlin können die Eisbären somit schon für eine Vorentscheidung sorgen, zwei Tage später haben dann wiederum die Niedersachsen Heimrecht.

Rankel bringt die Vorentscheidung

Andre Rankel war vor 4700 Zuschauern in der ausverkauften Wolfsburger Arena der Matchwinner der Berliner.

Der 25-Jährige erzielte in der 46. Minute das letztlich entscheidende 3:2, zuvor hatte er bereits zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen (14.).

Zudem trafen T.J. Mulock (37./Penalty) und Stefan Ustorf (59.) für die Gäste, die damit die letzten neun Spiele gegen Wolfsburg gewonnen haben. Für den Pokalsieger von 2009 waren die Tore von Christopher Fischer (3.) und Tylor Haskins (33.) zu wenig.

"Extramotivation" hat nicht gewirkt

"Dass wir die Eisbären in dieser Saison noch nicht geschlagen haben, ist Extramotivation für uns", hatte EHC-Trainer Pavel Gross vor der Partie gesagt (EXKLUSIV: Gross im SPORT1-Interview).

Entsprechend engagiert gingen die Grizzlys zu Werke und versuchten bei jeder Möglichkeit, die Scheibe vor das Berliner Tor zu bekommen. "Playoff-Monster" Ken Magowan, der in den sechs Play-off-Spielen zuvor neun Mal getroffen hatte, kam offensiv jedoch zunächst kaum zur Entfaltung (STENOGRAMME: Die Playoffs).

Ausgleich völlig überraschend

Die Eisbären fanden anfangs kaum ins Spiel. Rankels Treffer nach toller Vorarbeit durch Kapitän Ustorf fiel aus heiterem Himmel, denn die Wolfsburger waren zu diesem Zeitpunkt dem 2:0 näher als Berlin dem Ausgleich.

Im Mitteldrittel wurde die Partie hektischer, beide Teams leisteten sich mehr Fouls und damit Strafzeiten. Das Überzahlspiel war jedoch bei beiden Finalisten wenig meisterlich. Dennoch hatte Wolfsburg Vorteile, 16:8 lautete die Torschussbilanz nach 40 Minuten.

Turbulente Schlussphase

Der EHC war ohne eine einzige Playoff-Niederlage ins Endspiel eingezogen und hatte vier Tage mehr Regenerationszeit als die Eisbären, die sich eine Runde zuvor in fünf hart umkämpften Spielen gegen die Düsseldorfer EG das Finalticket gesichert hatten.

Dennoch hatten die Gäste im Schlussdrittel mehr Luft. Rankel versenkte beim 3:2 überlegt einen Abpraller, nachdem er selbst am Wolfsburger Torhüter Jochen Reimer gescheitert war.

Anschließend wurde es noch einmal turbulent.

Nach mehreren Strafen wegen einiger handfesten Prügeleien und harten Bodychecks drückten die Gastgeber, doch es reichte nicht mehr zum 3:3. Ustorf machte für die Eisbären kurz vor Schluss alles klar.

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