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Die Eisbären gewannen die Meisterschaft zuletzt vor zwei Jahren © imago

Nach Berlins Sieg kochen die Emotionen über, die Trainer fetzen sich. Zum zweiten Duell macht Wolfsburg eine Kampfansage.

Wolfsburg - Nach 60 heiß umkämpften Minuten auf dem Eis hatten sich die Gemüter beim ersten Playoff-Finale um die deutsche Meisterschaft gerade etwas beruhigt, da ging es in der Pressekonferenz hoch her.

"Es gab eine Schlüsselszene nach unserem 1:0, als Jason Ulmer allein aufs Tor läuft und von hinten einen Stockschlag bekommt", sagte Trainer Pavel Gross nach dem 2:4 (1:1, 1:1, 0:2) seines EHC Wolfsburg gegen die Eisbären Berlin sichtlich angefressen (Spielbericht).

"Die pfeifen nix, gar nix. Ich kann das nicht verstehen. Vielleicht brauchen wir acht von denen auf dem Eis", wetterte er gegen die vier Schiedsrichter

Wortgefecht bei Pressekonferenz

Gross' Wehklagen wollte Eisbären-Coach Don Jackson nicht unkommentiert stehen lassen und griff energisch zum Mikrofon.

"Ich könnte auch manchmal schreien, aber so ist es doch für beide Seiten in jedem Spiel", meinte der ehemalige NHL-Profi in einem für seine Verhältnisse fast schon emotionalen Moment.

Am Ende der Pressekonferenz reichten sich beide Finaltrainer freundschaftlich die Hände. Doch die Szene zeigte, unter welcher Spannung sich die Beteiligten befinden.

Revance am Sonntag

Bereits am Sonntag (ab 14.30 Uhr LIVESCORES) treffen beide Teams in der "best-of-five"-Serie in Berlin nun erneut aufeinander.

Den Eisbären fehlen nach dem Auftakterfolg nur noch zwei Siege bis zum fünften Meistertitel der Klubgeschichte. (DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan).

"Das Finale ist noch einmal einen Zacken schärfer als die anderen Play-off-Spiele", sagte Andre Rankel.

Beeindruckende Eisbären-Serie

Der Nationalspieler war mit seinen zwei Treffern (14. und 46.) maßgeblich beteiligt am neunten Sieg in Serie der Berliner über Vorrundenprimus Wolfsburg. (STENOGRAMME: Die Playoffs)

Doch auch seine Partner in seiner Sturmreihe, Kapitän Stefan Ustorf (59.) und Travis James Mulock (37./Penalty), trafen vor 4503 Zuschauern.

Allerdings hätte das Spiel auch genauso gut andersrum ausgehen können.

"Noch lange nicht durch"

Die Wolfsburger, die durch Tore von Christopher Fischer (3. ) und Tylor Haskins (33.) zweimal geführt hatten, waren bei ihrer ersten Finalpartie der Vereinsgeschichte mindestens ebenbürtig.

"Wir haben nur ein Spiel verloren, mehr nicht", sagte EHC-Coach Gross.

Und auch der Berliner Rankel warnte sein Tam vor zu großer Selbstsicherheit: "Wir sind noch lange nicht durch."

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