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Die Ice Tigers mit Keeper Frederic Cassivi gehen schweren Zeiten entgegen © imago

Trotz Insolvenz herrscht in Nürnberg Gänsehautstimmung. Die Pinguine lassen Federn, Frankfurt gewinnt gegen Mannheim.

München - Zuschauer-Saisonrekord, ermutigende Unterstützung durch die Fans, aber das Ende der sportlichen Erfolgsserie:

Nach der wohl schwersten Woche der Vereinsgeschichte haben die Nürnberg Ice Tigers am 24. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein Wechselbad der Gefühle erlebt.

Im Duell der beiden Krisen-Klubs verloren die Franken gegen das abgeschlagene Schlusslicht Füchse Duisburg trotz einer 2:0-Führung noch mit 2:3 (0:0, 2:0, 0:3) und mussten nach zuvor drei Siegen hintereinander wieder eine Niederlage hinnehmen(Datencenter: Ergebnisse).

Am Dienstag hatte der Klub vor dem Amtsgericht Nürnberg ein Insolvenzverfahren beantragt.

Bei den Füchsen hatte Alleingesellschafter Ralf Pape unter der Woche erklärt, alle noch laufenden Verträge würden zum Ende der Spielzeit entweder gekündigt oder nicht mehr verlängert werden.

Krefeld büßt Boden ein

Nachdem Spitzenreiter Hannover Scorpions (49) am Donnerstag durch das 4:2 bei den Straubing Tigers vorgelegt hatte, rückte das Verfolgerfeld am Freitag weiter zusammen.

Der bisherige Zweite Krefeld Pinguine (43) verlor gegen die Iserlohn Roosters (38) mit 3: 5 (0:2, 2:1, 1:2) und musste die Frankfurt Lions (45) nach dem 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) bei DEL-Rekordmeister Adler Mannheim (41) passieren lassen.

Titelverteidiger Eisbären Berlin (41 aus erst 22 Spielen) kam zu einem ungefährdeten 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) gegen die Hamburg Freezers.

Wolfsburg patzt, DEG beendet Negativserie

Der EHC Wolfsburg (40) verlor nach drei Siegen 2:3 (1:1, 1:1, 0:1) beim Vorletzten Kassel Huskies, die Düsseldorfer EG (40) beendete durch das 5:1 (1:0, 2:0, 2:1) bei den Ausgburger Panthern ihre Negativserie von fünf Niederlagen in Folge und hielt den Kontakt zu den Spitzenplätzen.

Der rheinische Rivale Kölner Haie (32) kam zu einem 5:1 (0:0, 2:1, 3:0) beim ERC Ingolstadt (26).

Nürnberg gibt 2:0-Führung aus der Hand

In Nürnberg sahen 5086 Zuschauer, so viele wie noch nie bei einem Heimspiel der Ice Tigers in dieser Saison, die Partie und stärkten ihrem Team demonstrativ den Rücken.

Nach den Toren im Mitteldrittel durch Roland Mayr (27.) und Brad Leeb (34.) schien zudem ein Sieg greifbar nahe, Steve Palmer (42.), Jean-Luc Grand-Pierre (47.) und Morten Ask (49.) drehten die Partie aber zu Gunsten der Füchse.

Forbes schießt Adler in Front

Im Spitzenspiel vor 13.600 Besuchern in der ausverkauften Arena in Mannheim gingen die Gäste durch Jeff Heerema (12.) in Führung.

Nach dem Ausgleich von Jeff Forbes (35.) gelang Tobias Wörle der Siegtreffer für die Lions (52).

Doppelschlag schockt Krefeld

Krefeld lag nach dem ersten Drittel durch einen Doppelschlag von Jimmy Roy (13./19.) mit 0:2 zurück.

Im zweiten Abschnitt verkürzten Daniel Pietta (26.) und Shay Stephenson (38.) bei einem Gegentor von Michael Wolf (36.).

Paul Traynor (48.) und Bob Wren (54.) sorgten mit Überzahl-Toren für die Entscheidung, Lynn Loyns konnte 18 Sekunden vor Schluss nur noch verkürzen.

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