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In der Saison 2006/2007 kam Bob Leslie als Co-Trainer zu den Freezers © getty

Bei den Hamburg Freezers sind die Sorgen groß, gesucht wird ein neuer Trainer. DEG-Torhüter Jamie Storr fällt wochenlang aus.

Hamburg - Der Trainer ist entlassen, die Erfolglosigkeit geblieben und ein neuer Coach noch nicht gefunden: Die Hamburg Freezers befinden sich in der DEL auch nach der Trennung von Bill Stewart ungebremst auf Talfahrt.

Die 4:5-Niederlage am Sonntag bei Spitzenreiter Hannover Scorpions war die siebte in den vergangenen acht Partien. Immerhin scheinen aber Einsatzwillen und Spielfreude in das zuletzt oft blutleer wirkende Team zurückgekehrt zu sein.

"Die Mannschaft hat hervorragend gekämpft und nie aufgegeben. Damit bin ich sehr zufrieden", meinte Sportdirektor Bob Leslie nach der Partie in Hannover.

Der Manager fungiert nach der Entlassung Stewarts in der Nacht zum Samstag als Interimscoach. Ein neuer Trainer soll nach Möglichkeit noch in der laufenden Woche präsentiert werden und im nächsten Spiel am Freitag gegen den EHC Wolfsburg an der Bande stehen.

"Qualität geht über Schnelligkeit"

"Wir werden uns bei der Suche aber die Zeit nehmen, die wir brauchen. Qualität geht über Schnelligkeit", sagte Hamburgs Geschäftsführer Boris Capla, der sich ebenfalls kritischen Stimmen aus dem Umfeld ausgesetzt sieht.

Noch eine Woche vor der Beurlaubung Stewarts hatte der 46-Jährige dem Coach öffentlich den Rücken gestärkt, um nach der 0:4-Heimpleite gegen die Straubing Tigers am Freitagabend dann doch die Notbremse zu ziehen (zum Artikel: Freezers servieren Stewart eiskalt ab) .

"Bill Stewart hat viel probiert. Aber vielleicht ist er nicht mehr zum Team durchgedrungen. Zuletzt hat die Kommunikation nicht mehr so funktioniert", urteilte Capla über den als harten Hund bekannten Coach, der zuletzt mit Autoritätsproblemen gegenüber der Mannschaft zu kämpfen gehabt haben soll.

Der ausbleibende Erfolg tat dann sein Übriges.

Stewart kartet nicht nach

"Ich bin über die Entscheidung enttäuscht. Aber man wird von mir kein böses Wort hören. Ich bin als Profi gekommen und gehe als Profi", meinte Stewart.

Als potenzielle Nachfolger des 51-Jährigen, der in seinen gut zwei Jahren bei den Freezers zweimal im DEL-Viertelfinale scheiterte, werden unter anderem Bob Hartley, der mit der Colorado Avalanche 2001 den Stanley Cup gewann, und Butch Goring gehandelt.

Der 59-Jährige holte 2003 mit den Krefeld Pinguinen den DEL-Titel und ist derzeit ohne Job.

Hannover bleibt vorne

Während die Hamburger im Klassement auf Rang zwölf liegen, konnte Hannover seine Spitzenposition festigen. Nach der 4:5-Heimniederlage der ersatzgeschwächten Frankfurt Lions gegen die Augsburg Panther haben die Hannoveraner nun vier Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Hessen.

Zudem rückte Titelverteidiger Eisbären Berlin den Lions durch einen 4:3-Erfolg gegen den ERC Ingolstadt bis auf einen Punkt auf den Pelz.

Bei den Kölner Haien kam Rupert Meister in seinem dritten Spiel als Chefcoach dank eines 5:1-Sieges in Wolfsburg zum ersten Erfolg.

"Ich freue mich sehr für die Mannschaft, da sie große Charakterstärke und Moral bewiesen hat. Sie hat den Glauben an sich nie verloren und gezeigt, welche Klasse in jedem einzelnen steckt", lobte der ehemalige Nationaltorhüter.

Pech für Storr

Ein aktueller DEL-Torhüter muss hingegen einen Rückschlag verkraften: Jamie Storr vom achtmaligen Meister Düsseldorfer EG muss in den nächsten Wochen pausieren.

Der Kanadier hat im Spiel am Sonntag in Mannheim (2:3) einen Anriss des Innenbandes im rechten Knie erlitten. Der 32-Jährige fällt somit schätzungsweise vier bis sechs Wochen aus.

Für Storr ist es bereits die dritte Knieverletzung innerhalb von 13 Monaten. Im November 2007 und im Januar dieses Jahres erlitt er Blessuren jeweils im linken Knie.

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