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Evan Kaufmann (m.) wechselte 2008 von der University of Minnesota nach Düsseldorf © imago

Ungeachtet der unsicheren Zukunft eilt die DEG von Sieg zu Sieg. Die Erfolge sollen dringend benötigte Investoren anlocken.

München - Es lag also doch nicht nur am grünen Glückspullover.

Der war mit seinem Besitzer Tim Roach, Vater des US-Profis Andy, wieder zurück über den Großen Teich in die USA geflogen.

Abergläubische Fans der Düsseldorfer EG fürchteten ohne ihren Talisman auf der Tribüne bereits Schlimmes.

Doch weit gefehlt: Der achtmalige Deutsche Meister setzte in der DEL mit dem 2:1 beim EHC Wolfsburg seine Siegesserie fort (NEWS: DEG setzt Aufholjagd fort).

Der sportliche Erfolg soll möglichst bald die finanziellen Sorgen vertreiben.

"Für uns sind Siege auf dem Eis enorm wichtig, damit wir gute Argumente haben, um neue Investoren anzulocken", sagte DEG-Manager Lance Nethery.

3,5 Millionen werden benötigt

Noch immer droht dem Traditionsklub am Ende der Saison das Aus. Seit mehreren Monaten sucht Nethery schon nach Investoren, die das Eishockey in Düsseldorf am Leben erhalten wollen.

Allerdings bedarf es neuer Sponsoren, die mindestens 3,5 Millionen Euro des derzeitigen Etats in Höhe von 5,5 Millionen Euro decken. Ein schwieriges Unterfangen, zumal die Zuschauerzahlen auch in dieser Saison enttäuschend sind.

"Jetzt zeigt sich die Qualität"

Bessere sportliche Argumente als jetzt kann die Mannschaft dem Manager aber kaum an die Hand geben. Das Team von Trainer Jeff Tomlinson feierte aus den vergangenen neun Spielen acht Siege und wirkt nach dem Stotterstart sehr gefestigt.

"Ich hätte nicht gedacht, dass wir anfangs so viele Probleme bekommen würden, aber jetzt zeigt sich die Qualität der Mannschaft."

Aubin nur Nummer zwei

Aus dem Team ragt jedoch Goalie Bobby Goepfert momentan heraus. Mit dem Amerikaner im Tor haben die Düsseldorfer sogar achtmal in Folge gewonnen. Auch gegen Wolfsburg bestach Goepfert mit tollen Reflexen und starken Nerven.

"Bobby hat uns erneut den Weg zum Sieg geebnet und wird auch in Iserlohn im Tor stehen", sagte Coach Tomlinson (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der als Nummer eins in die Saison gegangene Jean-Sebastien Aubin muss sich erst einmal hinten anstellen.

Nethery voll des Lobes

Auch Evan Kaufmann macht derzeit auf sich aufmerksam. Der gebürtige Amerikaner hatte seine Teilnahme beim Deutschland-Cup, wo er sein Debüt im Nationaltrikot geben sollte, wegen Knieproblemen abgesagt.

Gegen Wolfsburg zeigte sich Kaufmann gut erholt und versenkte einen Konter eiskalt zum 2:1-Siegtreffer. "Das war ein wunderschöner Angriff mit einem tollen Abschluss", lobte Nethery.

Ein unscheinbares Debüt gab derweil Neuzugang Lynn Loyns einen Tag nach seiner Vertragsunterzeichnung. Die Verpflichtung des Bully-Spezialisten ist für die DEG kein großes finanzielles Risiko.

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