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Richard Mueller (l.) gewann 2005, 2006 und 2008 mit den Eisbären die Meisterschaft © getty

Die Schmach von Hamburg ist den Berlinern noch in Erinnerung. Nun wollen die Eisbären ihren Frust gegen Wolfsburg abbauen.

Von Rainer Nachtwey

München/Berlin - Nach dem 1:6-Debakel (Spielbericht) in Hamburg ist bei den Eisbären Berlin im Heimspiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg (ab 14.30 LIVESCORES) Wiedergutmachung angesagt.

Denn bei den Hauptstädtern sitzt der Frust noch recht tief.

Besonders Coach Don Jackson war dies nach der deutlichen Niederlage anzumerken. "Wenn man gegen Richard Mueller spielt, sollte man wissen, wie man gegen ihn zu bestehen hat", hinterfragte der Trainer den Auftritt seines Teams.

Seine Mannschaft wusste es offensichtlich nicht. Mit drei Toren schoss der ehemalige Berliner sie fast im Alleingang ab.

Einfach nur schlecht

Dabei schien es bei den Eisbären zuletzt richtig gut zu laufen, obwohl Jackson immer wieder die Schiedsrichter in die Kritik nahm. Trotz angeblicher Benachteiligungen holten die Berliner aus den letzten sieben Spielen 17 von 21 möglichen Punkten.

Gegen Hamburg jedoch schienen die Berliner einen jener Tage erwischt zu haben, an dem einfach nichts gelingen wollte. "Wir haben im Mitteldrittel einfach nur schlecht gestanden", analysierte Jackson, "und Hamburg hat sehr gut gespielt."

Aufschwung unter Gardner

Für die Hanseaten läuft es nach dem Trainerwechsel von Bill Stewart zu Paul Gardner besser. Unter dem neuen Coach holten sie in jedem der vier Spiele einen Punkt und gewannen nach drei Niederlagen unter Stewart zuletzt drei Spiele in Serie.

Neu-Trainer Gardner war nicht umsonst stolz auf seine Mannschaft. "Mein Team hat hervorragend gespielt. Wir haben gegen ein Championship-Team, wie Berlin es ist, sehr gut dagegen gehalten und viel richtig gemacht", sagte Gardner.

Angstgegner wartet

Auf eine ähnliche Leistung hofft der Coach nun gegen Aufsteiger Kassel Huskies. Der Tabellenvorletzte wartet seit Anfang Dezember auf einen Dreier. Die letzten beiden Siege feierten die Schlittenhunde jeweils nach Penaltyschießen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ein Remis nach 60 Minuten sollten die Hamburger übrigens verhindern, denn Kassel weist nach sechs Verlängerungen fünf Siege bei nur einer Niederlage auf. Unter anderem gewannen sie am 13. Spieltag mit 4:3 nach Shootout gegen die Freezers.

Zudem haben die Hamburger bei den eigenen Fans noch etwas gutzumachen. Am 1. Spieltag unterlagen sie den Huskies ebenfalls 3:4, damals allerdings nach regulärer Spielzeit.

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