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Anton Krinner (M.) ist seit der Saison 2010/11 Headcoach der Hannover Scorpions © getty

Klub-Boss Papenburg stärkt den umstrittenen Coach Krinner und verweigert das Gespräch mit dem Team. Ein Umbruch steht an.

München - Die Chaostage beim Eishockeyklub Hannover Scorpions gehen weiter:

Trotz der sportlichen Misere und des schwer belasteten Verhältnisses zur Mannschaft hat Klubeigner Günter Papenburg dem umstrittenen Trainer Toni Krinner das volle Vertrauen ausgesprochen.

Innerhalb der Mannschaft stießen die neuesten Entwicklungen beim Tabellenletzten der DEL auf Unverständnis.

Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" will das Team Papenburg einen Brief überreichen, in dem sie sich geschlossen gegen den Trainer stellt.

Papenburg bleibt stur

Doch das dürfte wenig nützen, zumal Papenburg vor seiner Entscheidung auf ein Gespräch mit den Spielern verzichtet hatte.

"Ich rede doch nicht mit meinem Baggerfahrer, wenn ich einen Geschäftsführer habe", sagte der 73 Jahre alte Bauunternehmer und machte deutlich:

"Wer mit dem Trainer zusammenarbeiten will, kann bleiben. Wer etwas besseres findet, kann gehen."

Stichnoth-Abschied schon fest?

Der 44 Jahre alte Krinner soll in der kommenden Saison nicht nur weiter als Coach an der Bande stehen, sondern zudem auch das Amt des Sportdirektors übernehmen.

Damit ist ein Abschied des langjährigen Geschäftsführers Marco Stichnoth beim Meister von 2010 wahrscheinlich.

Nach "HAZ"-Informationen soll er der Mannschaft bereits seinen Rückzug zum Saisonende mitgeteilt haben.

Schlechteste Saison der Klubgeschichte

Der Geschäftsführer war gemeinsam mit Ex-Trainer Hans Zach maßgeblich am DEL-Titelgewinn vor zwei Jahren beteiligt gewesen, doch Boss Papenburg hatte ihm immer wieder nicht eingehaltene Etat-Planungen vorgeworfen.

Dass Trainer Krinner bleiben darf, überrascht vor allem wegen des dramatischen Absturzes in dieser Saison (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Scorpions spielen die schlechteste DEL-Saison ihrer Klubgeschichte und kassierten zuletzt 14 Heimniederlagen in Folge. (BERICHT: Vom Meister zum Rekord-Verlierer)

Das ist die schlechteste Serie in der DEL-Historie.

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