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Hans Zach trainierte von 1998 bis 2004 das deutsche Nationalteam © getty

Die Hannover Scorpions dominieren die Liga. Vor dem Spiel in Duisburg erklärt Coach Hans Zach den Höhenflug des Teams.

Von Andreas Kloo

München - Die Scorpions und ihr Trainer Hans Zach dominieren derzeit die Liga. Nach Siegen über die Meisterschaftskonkurrenten Berlin und Mannheim führt Hannover mit acht Vorsprung die Tabelle an.

Beim nächsten Gegner der Niedersachsen, den Füchsen Duisburg, ist dagegen Chaos ausgebrochen.

Die sportliche Leitung des Tabellenletzten trat am Mittwoch geschlossen zurück. Vor dem Duell mit den Duisburgern (Freitag, 19.30 Uhr, LIVESCORES) sprach Sport1.de mit "Alpenvulkan" Zach über den derzeitigen Höhenflug seines Teams.

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Sport1.de: Herr Zach, Ihren letzten Meistertitel als Trainer haben Sie vor 16 Jahren mit Düsseldorf geholt. Glauben Sie, dass es dieses Jahr mit Hannover endlich wieder so sein wird?

Hans Zach: Ich selbst spiele keine Rolle. Das ist uninteressant. Es geht nur um den Erfolg der Mannschaft.

Sport1.de: Glauben Sie denn an die Meisterschaft Ihres Teams?

Zach: Das ist schwer zu sagen. Da gehört natürlich immer sehr viel Glück dazu. Vor allem dürfen sich keine wichtigen Spieler verletzen. Aber momentan sind wir auf einem guten Weg.

Sport1.de: In der Tat. Sie führen die Liga mit acht Punkten Vorsprung an. Wer werden denn die größten Konkurrenten im Kampf um den Meistertitel sein?

Zach: Da gibt es viele gute Mannschaften, die Eisbären und Mannheim vor allem.

Sport1.de: Diese beiden Teams haben Sie ja zuletzt geschlagen.

Zach: Ja, aber das spielt keine Rolle, die Meisterschaft wird im April entschieden.

Sport1.de: Sie haben derzeit einen echten Lauf mit einer Serie von sieben Spielen ohne Niederlage. Was ist denn Ihr Erfolgsgeheimnis?

Zach: Wir haben eine gute Mannschaft, gute Spieler und keine Verletzten, eine gute Fitness und eine gute Disziplin. Auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft passt.

Sport1.de: Sie scheinen auch die richtige Mischung aus gefestigten deutschen Nationalspielern und erfahrenen Ausländern zu haben.

Zach: Ja, aber das hatten wir in den letzten Jahren auch. Und dann haben sich in den Playoffs zwei, drei wichtige Spieler verletzt und wir sind frühzeitig ausgeschieden.

Sport1.de: Haben Sie auch die bessere Taktik im Vergleich zu den anderen Teams? Sie setzen ja eher auf eine kompakte Defensive mit blitzartigen Kontern.

Zach: Wir spielen taktisch sehr konsequent, das ist richtig. Das versuchen die anderen Mannschaften zwar auch, aber ich spreche jeden Fehler schonungslos an. Es ist entscheidend, dass beim Spiel ohne Scheibe die Positionen diszipliniert eingehalten werden.

Sport1.de: Gerade beim Spiel ohne Scheibe scheint es aber im deutschen Eishockey generell noch Mängel zu geben.

Zach: Meine allgemeine Meinung zum deutschen Eishockey ist bekannt. Ich muss mich da nicht ständig wiederholen.

Sport1.de: Die U20 beispielsweise ist bei der WM zuletzt abgestiegen. Offensichtlich geht es auch bei der Entwicklung des deutschen Nachwuchses nicht voran.

Zach: Das geht mich nichts an. Da müssen Sie andere fragen.

Sport1.de: Jetzt steht am Freitag das Spiel in Duisburg an. Dort ist gerade die komplette sportliche Führung zurückgetreten. Wie beurteilen Sie diese dramatische Entwicklung bei den Füchsen?

Zach: Was bei anderen Klubs passiert, interessiert mich nicht. Ich schaue nur auf uns.

Sport1.de: Ein Blick in die Zukunft: In Hannover sind Sie derzeit sehr erfolgreich. Könnten Sie sich vorstellen, Ihren laufenden Vertrag über 2010 hinaus zu verlängern?

Zach: Ich stelle mir gar nichts vor. Wer weiß wie lange ich noch lebe? Im Sport denkt man nur von Jahr zu Jahr.

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