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Nach zuletzt acht Erfolgen in Serie, verloren die Scorpions gegen die Huskies © getty

Scorpions-Coach Hans Zach zeigt sich nach der ersten Niederlage nach acht Siegen erleichtert. Derweil patzt Verfolger Mannheim.

München - Als die Siegesserie von Tabellenführer Hannover Scorpions in der Deutschen Eishockey Liga nach acht Erfolgen gerissen war, fiel Trainer Hans Zach fast ein Stein vom Herzen.

"Das ist vielleicht eine Niederlage zur richtigen Zeit, damit die Mannschaft mal sieht, dass es nicht von alleine geht. Das Glück hüpft nicht immer nur auf eine Seite."

Das sagte der sonst so impulsive "Alpenvulkan" Zach nach der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen seiner Scorpions gegen die Kassel Huskies.

Das Team des Ex-Bundestrainers, das gegen die Hessen zu weiten Teilen zu körperlos agierte, hat damit nur noch sieben Punkte Vorsprung auf Verfolger Eisbären Berlin. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Eisbären siegen im Penaltyschießen

Der Meister musste beim 3:2-Sieg gegen die Iserlohn Roosters ebenfalls ins Penaltyschießen.

"Iserlohn hat besser gespielt als in den letzten Partien, die wir gegen sie bestritten haben. Wir haben diesmal auch nicht so schön gespielt", resümierte Berlins Coach Don Jackson.

Angstgegner Freezers

Dagegen patzte der Tabellendritte Adler Mannheim. Der DEL-Rekordmeister verlor bei den Hamburg Freezers 1:3 und kassierte damit im dritten Saisonduell mit den Hanseaten die dritte Niederlage.

"Das alte Lied in Hamburg - wir haben hier seit November 2005 nicht mehr gewonnen. Das hatten wir im Hinterkopf", sagte Mannheims Co-Trainer Teal Fowler.

Krise verschärft sich

Die sportliche Krise bei den auch finanziell angeschlagenen Nürnberg Ice Tigers verschärfte sich unterdessen.

Das Team des umstrittenen Trainers Andreas Brockmann verlor 1:3 gegen den EHC Wolfsburg und leistete sich zwei Tage nach dem peinlichen 1:5 gegen die Augsburger Panther die vierte Heimniederlage in Folge.

"Es ist sehr schwer, Worte zu finden. Wir haben alles probiert, gekämpft, aber in dieser Phase geht einfach nichts. Aber es hilft nichts, da müssen wir durch", erklärte Tigers-Coach Brockmann.

Positive Signale

Nürnberg belegt weiterhin den zehnten Platz, der noch zur Teilnahme an den Pre-Play-offs berechtigt.

Dagegen gibt es auf der wirtschaftlichen Seite positive Signale für den schwer angeschlagenen Eishockey-Klub.

"Es ist davon auszugehen, dass wir die Saison zu Ende spielen", erklärte Insolvenzverwalter Volker Böhm beim Abo-Sender Premiere.

Auch die Gespräche für die Sicherung der kommenden Saison "laufen sehr gut. Wir sind optimistisch, dass wir das Ganze packen."

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