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Francois Fortier überwand Scorpions-Goalie Alexander Jung nach 37 Sekunden © imago

Spitzenreiter Hannover kommt bei den Freezers unter die Räder. Mannheim siegt im Südwest-Derby. Die DEG stoppt den Abwärtstrend.

München - Ausgerechnet beim kriselnden Nordrivalen Hamburg Freezers ist Spitzenreiter Hannover Scorpions böse ausgerutscht.

Das Team des ehemaligen Bundestrainers Hans Zach geriet bei den Hanseaten mit 3:9 (1:4, 1: 2, 1:3) unter die Räder. Nach der höchsten Saisonniederlage liegen die Niedersachsen aber weiter sieben Punkte vor Titelverteidiger Eisbären Berlin, weil der Meister am Sonntag spielfrei war.

"Das war nicht der blanke Horror, aber zur rechten Zeit eine Warnung für die Spieler", sagte Zach: "Jetzt sind wir auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden."

Die Niederlage sei keine Katastrophe, "so was kommt im Laufe einer Saison vor", meinte der Ex-Bundestrainer, warnte aber sein Team: "Wenn wir Spitzenreiter bis zum Ende bleiben wollen, müssen wir wieder so als Mannschaft zusammenspielen wie vorher."

Krefeld und DEG auf Play-Off-Kurs

Den dritten Platz hinter Hannover (88 Punkte) und Berlin (81) behauptete Rekordmeister Adler Mannheim (76) mit einem 5:3 (1: 2, 2:0, 2:1)-Erfolg im Südwest-Derby bei den Frankfurt Lions (72).

Einen weiteren Schritt Richtung Play-offs machten auch die rheinischen Rivalen Krefeld Pinguine (75) und Düsseldorfer EG (73).

Krefeld feierte bei den Iserlohn Roosters mit 8:5 (2:1, 3:3, 3:1) den vierten Sieg in Folge, die DEG fand nach zuletzt zwei Niederlagen mit dem 5:2 (1:0, 3:1, 1:1) bei den Nürnberg Ice Tigers in die Erfolgsspur zurück.

Huskies verlieren Kellerduell

Auf Rang sieben verbesserten sich die Augsburger Panther (69), die mit einem 5:4 (2:0, 2:2, 1:2) beim EHC Wolfsburg an Nürnberg (68) vorbeizogen.

Ihre geringen Chancen auf Platz zehn und die Teilnahme an den Vor-Play-offs wahrten die Straubing Tigers durch ein 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) im Derby beim ERC Ingolstadt.

Im Kellerduell gegen Schlusslicht Füchse Duisburg leisteten sich die Kassel Huskies eine 2:5 (1:2, 1:0, 0:3)-Heimpleite.

"Haben uns überrumpeln lassen"

Neu-Nationalspieler Richard Mueller legte vor 10.993 Zuschauern in Hamburg im ersten Drittel den Grundstein für den dritten Freezers-Sieg in Folge.

Der Deutsch-Kanadier sorgte mit einem Doppelpack (17. und 20.) für die vorentscheidende 4:1-Führung der Gastgeber, die sich auf Platz zehn verbesserten.

Francois Fortier bereits nach 37 Sekunden und Travis Brigley (4.) hatten schon früh den Spitzenreiter geschockt. "Wir haben uns überrumpeln lassen", gab Hannovers Ex-Nationalspieler Sascha Goc nach dem ersten Drittel zu.

Mueller setzt den Endspurt

Erneut Fortier (36.), Justin Morrison (38.), Clarke Wilm (46. ), Andy Delmore (57.) und wiederum Mueller (59.) erzielten die weiteren Tore für die Hamburger. Aris Brimanis (6.), Jubilar Klaus Kathan, der in seinem 700. DEL-Spiel sein 178. Tor erzielte (24.), und Eric Schneider (46.) trafen für Hannover.

Adler mit besserem Schlussspurt

Vor 7000 Zuschauern in Frankfurt fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase: Colin Forbes (56.) und Michael Hackert (60.) sicherten den Gästen den Derbysieg.

Für die DEG schossen Andrew Hedlund (1.), Shane Joseph (22.), Brandon Reid (24.) früh eine vorentscheidende 3:0-Führung heraus.

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