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Die Adler Mannheim verloren bis zum Derbysieg sechs von acht Spielen © imago

Die Adler fühlen sich nach dem Derbysieg im Aufwind. Die Scorpions sehen die Klatsche in Hamburg als notwendige Warnung.

München - Die Scorpions gerieten unter die Räder, die zuletzt flügellahmen Adler setzten zu einem neuen Höhenflug an: Der Rekordmeister aus Mannheim rehabilitierte sich beim 5:3 im Südwest-Derby bei den Frankfurt Lions für zuletzt desolate Auftritte in der DEL.

Während Tabellenführer Hannover nach der 3:9-Klatsche bei den Hamburg Freezers unter Schock stand, fiel den Mannheimern ein großer Stein vom Herzen.

"Wir haben die richtige Einstellung an den Tag gelegt. Die Spieler haben Charakter gezeigt und mit Emotionen agiert. Das wollen wir auch in Zukunft sehen", sagte Co-Trainer Teal Fowler. Zuletzt waren die Adler beim 2:7 gegen Meister Eisbären Berlin und beim 1:5 gegen die Augsburger Panther böse abgestürzt.

"Haben die richtige Antwort gegeben"

"Wir haben versucht, die aufkommende Panik zu unterdrücken", verriet Fowler, der künftig Bundestrainer Uwe Krupp in der deutschen Nationalmannschaft als Assistent unterstützt.

Die Spieler wussten zudem selbst, dass sie unter Zugzwang standen. "Erst nach Niederlagen zeigt sich der wahre Charakter eines Teams. Wir haben die richtige Antwort gegeben", sagte Verteidiger Prestin Ryan.

Kuhl erwartet Hauen und Stechen

Die Adler behaupteten mit nunmehr 76 Punkten den dritten Tabellenplatz, doch die Achterbahnfahrt in dieser Saison hat Manager Marcus Kuhl misstrauisch werden lassen: "Nach der Länderspielpause wird es ein Hauen und Stechen um die sechs festen Play-off-Plätze geben."

Darum verlangte Fowler einen Sieg im Spitzenspiel am Freitag (19.30 Uhr LIVESCORES ) gegen die Hannover Scorpions: "Wir wollen uns mit drei Punkten in die Pause verabschieden."

Warnung zur rechten Zeit

Die höchste Niederlage der Niedersachsen kam den Mannheimern daher ganz gelegen. Nach dem Debakel nahm Scorpions-Trainer Hans Zach kein Blatt vor dem Mund. "Das war nicht der blanke Horror, aber zur rechten Zeit eine Warnung für die Spieler. Jetzt sind wir auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden", sagte der ehemalige Bundestrainer.

Die Niederlage sei keine Katastrophe, aber seine Profis müssten daraus lernen, erklärte Zach: "Wenn wir Spitzenreiter bis zum Ende bleiben wollen, müssen wir wieder so als Mannschaft zusammenspielen wie vorher."

Noch beträgt Hannovers Polster auf Verfolger Berlin sieben Punkte.

Neue Hoffnung in Hamburg

Die Hamburger dagegen zeigten endlich einmal ihr ganzes Potenzial und schöpften im Kampf um die Play-off-Plätze neue Hoffnung.

"Ich bin stolz auf meine Spieler. Sie sollen sich an diese Leistung so lange wie möglich erinnern", erklärte Trainer Paul Gardner. Überragender Mann auf dem Eis war Neu-Nationalspieler Richard Mueller mit drei Treffern (17., 20. und 59.).

"Man muss neidlos anerkennen, dass Hamburg sehr gut gespielt hat und über 60 Minuten besser war. Sie waren einfach bissiger und zielstrebiger als wir", lobte gar Zach.

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