900. DEL-Spiel? "Hören's mir auf"
München - Der frühere Nationalspieler Klaus Kathan vom kriselnden EHC München will anlässlich seines bevorstehenden 900. Spiels in der DEL von einer besonderen Ehrung nicht viel wissen.
"Hören's mir auf", sagte der 35-Jährige dem "Münchner Merkur" und der "tz" vor seinem Jubiläum am Sonntag (ab 16.30 Uhr LIVESCORES) gegen die Iserlohn Roosters.
Dank des 3:1-Erfolges im bayerischen Derby in Nürnberg ( Bericht) kommt Kathan bis dahin wohl noch in die richtige Party-Stimmung.
"Wenn wir am Freitag in Nürnberg nicht gewinnen, will ich nichts sehen und hören. Ziel ist, am Freitag zu gewinnen und gesund zu bleiben, dann kann man mir am Sonntag gerne was geben. Bild, Bierkrügerl, Trikot - egal", hatte der Routinier vorher noch betont.
"Hatte großes Glück"
Der gebürtige Bad Tölzer spielte vor seiner Zeit in München bereits in Berlin, Rosenheim, Kassel, Mannheim, Düsseldorf und Hannover ( DATENCENTER: Die Saison 2012/13).
Mit den Scorpions wurde er 2010 deutscher Meister. In der Nationalmannschaft kam der Sohn des Frauen-Bundestrainers Peter Kathan zu 153 Einsätzen (29 Tore).
Wenn er vor seinem Jubiläum ("900, das ist schon gewaltig") auf seine Karriere zurückblicke, müsse er feststellen, dass er "großes Glück" gehabt habe, sagte Klaus Kathan:
"Ich bin vor schweren Verletzungen verschont geblieben, habe mir einmal die Mittelhand gebrochen, das waren sechs Wochen Pause, meine längste Ausfallzeit."
1000 Spiele möglich
Ob er die 1000 noch vollmache, wisse er noch nicht, das hänge auch mit dem Saisonverlauf und der unsicheren Zukunft des finanziell angeschlagenen EHC zusammen.
Dafür hat Kathan klare Vorstellungen für die Zeit nach dem Ende seiner Profi-Laufbahn.
"Ich habe ein Haus in Tölz, wo ich herkomme, da wohne ich auch, da geht mein Kind zur Schule, da werde ich in Zukunft sein", sagte der Routinier:
"Den B-Schein habe ich schon gemacht. Ich schaue, dass ich in Tölz oder Umgebung eine Nachwuchsmannschaft trainieren kann. Weiter weggehen will ich nicht mehr."