Gipfeltreffen im Schatten des Lockouts
Von Christoph Lother
München - "Mehr Spitzenspiel geht nicht" heißt es auf der Homepage der Kölner Haie mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen die Adler Mannheim am 12. Spieltag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES).
Und die aktuelle Tabelle der DEL bestätigt: die Domstädter übertreiben nicht.
Immerhin grüßen die Kölner mit neun Siegen aus den ersten elf Spielen derzeit vom Platz an der Sonne, die Adler liegen mit nur einem Sieg weniger und gerade mal drei Punkten Rückstand auf Rang zwei ( DATENCENTER: Die Saison 2012/13).
"Das Spiel gegen die Haie wird sicherlich eine spannende Sache", erklärt Mannheims Marcel Goc und ergänzt: "Wir wollen in der Tabelle an den Kölnern dran bleiben und im besten Fall natürlich mit ihnen gleichziehen."
Zusätzlicher Antrieb durch European Trophy
Die Tatsache, dass die Haie in der laufenden Saison zu Hause noch ungeschlagen sind, tut dem Optimismus des 29-Jährigen dabei keinen Abbruch.
Vielmehr wolle man aus dem 6:5-Erfolg über den EV Zug zum Abschluss der European Trophy am Dienstag "einigen Schwung mit nach Köln nehmen", so Goc: "Das Match hat uns viel Selbstvertrauen gegeben."
Zwar hätten "die Haie in dieser Saison eine starke Mannschaft beisammen, weshalb wir uns voll reinhängen müssen", wie der Mittelstürmer betont, dennoch wolle man "dem Gegner unser Spiel aufzwingen".
Adler mit Nervenstärke
In der Liga ist das den Adlern zuletzt immer wieder gelungen.
Das 4:3 nach Penaltyschießen bei Ex-Meister Hannover Scorpions am vergangenen Wochenende war bereits der dritte Auswärtssieg für das Team von Headcoach Harold Kreis in der laufenden Saison.
Krupp freut sich
Die Haie hingegen stolperten beim Geheimfavoriten aus Ingolstadt (3:6) und kassierten zwei Tage nach dem glanzvollen Sieg bei den Eisbären Berlin ihre zweite Niederlage in der Fremde.
Haie-Trainer Uwe Krupp, der außer Mirko Lüdemann (Knieverletzung) und Danny aus den Birken (Leistenverletzung) alle Mann an Bord hat, sagte über das Top-Spiel: "Jeder freut sich auf dieses Spiel, ich erwarte ein qualitativ gutes Spiel beider Mannschaften. Es ist ein großer Test für uns."
Deutsches Eishockey freut sich
Weil die Klubbesitzer am Donnerstag in Toronto gleich drei Angebote der Spielergewerkschaft NHLPA abgelehnt haben, herrscht im Tarifstreit weiter Eiszeit.
Lachender Dritter ist unter anderem die DEL, die auf ein längeres Gastspiel der NHL-Stars hoffen darf.
"Es ist schön, dass die Topspieler aus Nordamerika wohl noch etwas länger bei uns bleiben können. Das kann für das deutsche Eishockey nur positiv sein", sagte Mannheims Geschäftsführer Daniel Hopp mit Blick auf die NHL-Stars Goc und Dennis Seidenberg.
Einingung rückt in weite Ferne
Auch beim ERC Ingolstadt, der erst am Mittwoch Verteidiger Alexander Sulzer von den Buffalo Sabres verpflichtet hatte, atmete man erleichtert auf.
"Das ist eine gute Nachricht für die deutschen Eishockey-Fans. Wir wollen natürlich, dass Alexander so lange wie möglich bei uns spielt", sagte ERC-Geschäftsführer Karl-Heinz Schapfl.
Die Liga ist von den drei Gegenangeboten der NHLPA "tief enttäuscht". Eine schnelle Einigung rückt nun wieder in weite Ferne. Dabei hatte nach dem Angebot der Liga zu Wochenbeginn alles nach einer Einigung ausgesehen.
Alle Partien im Überblick:
Eisbären Berlin - Augsburger Panther
EHC Wolfsburg - EHC München
Hamburg Freezers - Hannover Scorpions
Iserlohn Roosters - Nürnberg Ice Tigers
Kölner Haie - Adler Mannheim
Krefeld Pinguine - ERC Ingolstadt
Straubing Tigers - Düsseldorfer EG