vergrößernverkleinern
Die Kölner Haie (im Bild vorn: Alexander Weiss) wurden zuletzt 2002 Deutscher Meister © imago

Favoritenschreck EHC Wolfsburg kann die Kölner Haie nicht stoppen. Die Meisterschaft geht in diesem Jahr nur über die Domstädter.

Köln - Die Fans in Feierstimmung, die Spieler im Torrausch, aber Uwe Krupp noch immer im Defensiv-Modus:

Der Trainer der Kölner Haie glaubt trotz des berauschenden 7:2-Auftaktsieges in der Vorschlussrunde gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg (Spielbericht) nicht an einen Spaziergang ins Finale der Deutschen Eishockey Liga.

"Die Playoffs sind kein Wunschkonzert. Wir bereiten uns auf eine lange Serie vor", sagte Krupp und warnte mit Blick auf das zweite Duell am Freitag in Wolfsburg: "Das wird schwieriger, als viele denken."

Noch zwei Siege bis zum Finale

Die Zurückhaltung des ehemaligen Bundestrainers ist verständlich, doch der zweithöchste Heimsieg der Kölner Playoff-Geschichte in der DEL dürfte die Euphorie in der Domstadt weiter entfachen.

Der Traditionsklub ist nur noch zwei Siege von der Finalserie entfernt, in der er erstmals seit 2002 wieder den Meistertitel gewinnen könnte.

Die Spieler sind sich dessen bewusst, wollen aber wie ihr Trainer einen Schritt nach dem anderen gehen.

Sturm wird immer besser

"Das 7:2 war ein gelungener Auftakt. Wir haben einen guten Job gemacht, mehr nicht", sagte Starspieler Marco Sturm. Der ehemalige NHL-Profi traf gegen Wolfsburg doppelt (15. und 24.) und unterstrich seine aufsteigende Form (STENOGRAMME: Die Halbfinals).

"Er wird immer besser und immer wichtiger für uns", lobte Krupp.

Die Tatsache, dass in Nachwuchsspieler Marcel Ohmann auch ein Mann aus der vierten Sturmreihe zwei Tore schoss (22. und 52.), zeigt das größte Plus der Kölner Mannschaft: Sie ist - dank einer cleveren Transferpolitik und Glück mit nur wenigen Verletzungen - qualitativ so gut besetzt wie kein anderes Team der Liga.

Wölfe finden kein Mittel

Die Wolfsburger fanden jedenfalls vor 10.362 Zuschauern kein Mittel gegen Kölns Offensivwirbel und die sattelfeste Abwehr um den erneut bärenstarken Torhüter Danny aus den Birken.

"Es gibt keine Ausreden, das war ein verdienter Sieg der Kölner", gab Coach Pavel Gross zu. Abschreiben wolle er die Serie best-of-five aber noch lange nicht: "Am Freitag werden wir bereit sein." (DATENCENTER: Die Saison 2012/13)

Kommt Wolfsburg wieder zurück?

Ihre Comeback-Qualitäten haben die Wolfsburger, die dank einer famosen Aufholjagd noch die K.o.-Runde erreicht und dort erst die Nürnberg Ice Tigers und dann den Hauptrundengewinner Adler Mannheim ausgeschaltet hatten, in dieser Saison mehrfach bewiesen.

Die Kölner wollen den am Boden liegenden Gegner aber nicht noch einmal aufstehen lassen.

"Wir wollen es besser machen als im ersten Viertelfinal-Auswärtsspiel gegen Straubing", sagte Sturm.

Ratushny glaubt an Kölner Durchmarsch

Dan Ratushny, Trainer der ausgeschiedenen Straubing Tigers, glaubt fest an einen Durchmarsch der Kölner:

"Wer das Team studiert, der erkennt, dass das nicht nur eine Ansammlung von tollen Spielern ist, sondern dass sie alle zusammen wunderbares Eishockey spielen."

Berlin geht in Führung

Davon ist Titelverteidiger Eisbären Berlin noch weit entfernt. Aber zumindest die Ergebnisse stimmen beim DEL-Rekordchampion.

Dank des schmeichelhaften 3:2-Sieges bei den Krefeld Pinguinen haben die Eisbären dem Gegner gleich zum Halbfinal-Auftakt den Heimvorteil abgenommen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel