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Die Kölner Haie stehen zum 13. Mal in der Finalserie © imago

Köln und Berlin verwandeln gegen Wolfsburg und Krefeld ihre ersten Matchbälle. Edelfan Podolski feuert die Haie erfolgreich an.

Köln - Das Traumfinale um den 93. deutschen Eishockey-Titel ist perfekt:

Die Kölner Haie mit Ex-Bundestrainer Uwe Krupp und dem deutschen NHL-Rekordspieler Marco Sturm fordern imDEL-Endspiel den Serienmeister Eisbären Berlin heraus.

Der achtmalige Champion vom Rhein feierte am Sonntag mit 4:2 (1:0, 3:1, 0:1) gegen den EHC Wolfsburg im dritten Playoff-Halbfinale den entscheidenden dritten Sieg - mit etwas Hilfe von Edelfan Lukas Podolski, der die Haie in der Halle und via Twitter anfeuerte (STENOGRAMME: Die Halbfinals).

Auch der Rekordmeister aus der Hauptstadt machte mit einem 4:3 (2:0, 1:2, 1:1) bei den Krefeld Pinguinen seine neunte Finalteilnahme frühzeitig perfekt - die achte seit 2004 (DATENCENTER: Die Saison 2012/13).

Krupp winkt erster Trainer-Titel

Die Haie, das konstanteste Team der laufenden Saison, stehen zum 13. Mal in der Endspielserie, die am kommenden Sonntag in Köln beginnt.

"3:0 in der Serie hört sich locker an, aber es war ein hartes Stück Arbeit", sagte Krupp und schob den Eisbären die Favoritenrolle zu: "Sie waren sechsmal Meister in acht Jahren, sie sind zu dieser Jahreszeit immer in der besten Form."

Krupp peilt in seinem zweiten Jahr als Haie-Trainer bereits den ersten Titel seiner zweiten Karriere an.

Kampfansage von Sturm

Als Spieler hatte der Kölner 1986 mit seinem KEC die deutsche Meisterschaft gewonnen, ehe er in die NHL wechselte und mit seinem entscheidenden Tor in der Verlängerung im Finale 1996 Colorado Avalanche zum Stanley-Cup-Triumph schoss.

Sturm, der Krupp mit 1006 Spielen in der besten Eishockey-Liga der Welt als deutschen Rekordspieler ablöste, wartet noch auf seinen ersten Meistertitel. Lediglich der Pokalsieg mit dem ERC Ingolstadt 2005 steht in der sportlichen Vita des ehemaligen NHL-Stars.

"Finale - das hört sich gut an", sagte Sturm und sandte gleich eine Kampfansage an den Titelverteidiger: "Wenn wir unser Spiel spielen, ist es schwer, uns zu stoppen."

Schnelle Führung für Köln

Für die Haie lief vor 18.287 Zuschauern alles nach Plan. Im ersten Powerplay brachte eine schwedische Koproduktion die Führung:

Nach Zuspiel von Andreas Holmqvist traf Ex-Weltmeister und Olympiasieger Daniel Tjärnqvist zum 1:0 (6.). Auch 47 Sekunden in 3:5-Unterzahl überstanden die Kölner unbeschadet.

Wolfsburg nur mit Kosmetik

Das zweite Tor in der zweiten Überzahlsituation durch Philip Gogulla, der zum vierten Mal in den Play-offs traf (21.), war bereits die Vorentscheidung.

Die beste Chance, Wolfsburg zurück ins Spiel zu bringen, vergab Norm Milley, der mit einem Solo an Torhüter Danny aus den Birken scheiterte (22.).

Nach dem fünften Playoff-Treffer von Nathan Robinson (32.) und dem 4:0 durch Charlie Stephens (36.) waren die Tore von Adrian Grygiel (38.) sowie Levi Nelson (55.) lediglich Ergebniskorrektur.

"Sieht einfacher aus, als es war"

Vor 8029 Besuchern in Krefeld sorgten Nationalspieler Frank Hördler (12.) und James Sharrow (17.) schon im ersten Drittel für einen klaren Vorsprung der Eisbären.

Doch Kevin Clark (23.) und Roland Verwey (27.) glichen für die Gastgeber aus. Jens Baxmann (30.) und Florian Busch (43.) stellten den alten Abstand wieder her, ehe Herberts Vasiljevs noch einmal verkürzte (44.).

"Es sieht mit den drei Siegen einfacher aus, als es war. Wir haben uns gesteigert und die Leidenschaft hat gestimmt", sagte Baxmann: "Jetzt wartet mit Köln eine Mannschaft, die in dieser Saison sehr, sehr gut gespielt hat. Ich denke, es wird ein spannendes Finale."

Die Berliner hatten mit einem 3:2-Sieg im ersten Spiel in Krefeld bereits für eine Vorentscheidung in der Serie gesorgt. Beim 5:2 des Titelverteidigers am Freitag waren die Pinguine chancenlos.

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