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Hans Zach trainierte von 1998 bis 2004 die deutsche Nationalmannschaft © getty

Hannovers Coach Hans Zach will die Tabellenführung gegen die Eisbären ausbauen. Im Rheinland ist Wundenlecken angesagt.

Berlin - Das Glück erzwungen, den Vorsprung ausgebaut, neues Selbstvertrauen getankt:

Tabellenführer Hannover Scorpions hat sich in der DEL für die Heimpleite gegen die Kölner Haie rehabilitiert und rechtzeitig zum Gipfeltreffen am Samstag gegen Verfolger Eisbären Berlin (ab 18.30 Uhr LIVESCORES) zurück in die Erfolgsspur gefunden.

"Wir haben die richtige Antwort auf die Kritik gegeben und sind gerüstet", sagte Hannovers Trainer Hans Zach nach dem 4:1-Sieg bei den Augsburger Panthern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dass die Niedersachsen mit fünf Punkten Vorsprung auf Meister Berlin in das Topspiel gehen, haben sie Nationaltorhüter Dimitri Pätzold zu verdanken.

Der Keeper bewahrte sein Team im ersten Drittel mit unglaublichen Reflexen vor einem hohen Rückstand.

Zach lobt Pätzold

Dabei hatte Zach den 26-Jährigen noch im Spiel gegen Köln (5:8) nach 20 Minuten und fünf Gegentreffern entnervt vom Eis genommen.

"Er hat uns im ersten Drittel im Spiel gehalten", lobte der ehemalige Bundestrainer nun. (Scorpions weiter auf Kurs)

Danach wachten die Scorpions auf und zeigten jene läuferische und technische Klasse, die sie auf Platz eins der Tabelle geführt hatte.

Nervenstärke als großes Plus

Das größte Plus ist jedoch die Nervenstärke: 24 Mal gingen die Scorpions in dieser Saison mit einer Führung ins Schlussdrittel, unglaubliche 23 Mal verließen sie danach als Sieger das Eis.

"Jetzt wollen wir die Tabellenführung auch nach Hause bringen", sagte Zach vor den vier noch ausstehenden Partien.

Dem Hauptrunden-Gewinner winkt die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation und damit ein warmer Geldregen.

Besser geht es nicht

Die Augsburger taten sich schwer, die unglückliche 19. Saisonniederlage zu akzeptieren.

"Besser als im ersten Drittel können wir nicht spielen", erklärte Trainer Larry Mitchell.

Bei nur drei Punkten Rückstand auf Platz sechs und einem Spiel weniger haben die Panther aber weiterhin alle Chancen auf die Playoffs.

Blamage für die DEG

Dies gilt auch für den Tabellendritten Düsseldorfer EG, der sich beim 0:1 bei Schlusslicht Füchse Duisburg bis auf die Knochen blamierte.

Die DEG ging gegen die Schießbude der Liga (200 Gegentoren in 48 Spielen) nicht nur leer aus, sondern enttäuschte auf der ganzen Linie.

"Wir haben im gesamten Spiel den Faden nicht gefunden. Dadurch sind wir immer nervöser geworden, was die engagiert auftretenden Duisburger ausgenutzt habeen", sagte Düsseldorfs Trainer Harold Kreis.

Den Siegtreffer für die Füchse, über deren Zukunft Alleingesellschafter Ralf Pape im März entscheiden will, erzielte Morton Ask (33.).

Köln verpasst Playoffs

Düsseldorfs rheinischer Rivale würde gerne mit der DEG tauschen. Nach dem 1:3 der Kölner Haie bei den Krefeld Pinguinen ist es endgültig traurige Gewissheit: der achtmalige Meister hat nach einer vollkommen missratenen Saison mit zwei Trainerwechseln erstmals seit Einführung der Playoffs die K.o.-Runde verpasst. (DATENCENTER: Ergebnisse Kölner Haie)

"Ich bin nicht ganz unzufrieden mit der Leistung dieser blutjungen Mannschaft", sagte Haie-Coach Rupert Meister, der die Meisterrunde bereits vor Wochen abgeschrieben hatte.

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