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Einmarsch für Petr Fical und die Ice Tigers: Am 13. März starten die Viertelfinals © imago

Neue Gesellschafter übernehmen die Nürnberger und verhindern dadurch die Insolvenz. Der Verkaufspreis beträgt ein Euro.

Der Verbleib der finanziell angeschlagenen Nürnberg Ice Tigers in der DEL scheint gesichert zu sein.

Nach Informationen der Nürnberger Nachrichten sollen sich der bisherige Alleingesellschafter Günter Hertel und der Schmuckunternehmer Thomas Sabo mündlich auf eine Übergabe der Ice Tigers GmbH geeinigt haben.

Die Unterschriften und die notarielle Beglaubigung sollen in den nächsten Tagen folgen.

Demnach würde Hertel seine Anteile für die symbolische Summe von einem Euro abgeben.

Neuen übernehmen Verbindlichkeiten

Sabo und der Pharmazeut Michael Popp sowie ein nicht bekannter Investor übernähmen die Verbindlichkeiten des Klubs in sechsstelliger Höhe und bildeten den Gesellschafterkreis.

Die Nürnberger Arena-GmbH wird dagegen nicht als Mitgesellschafter fungieren. Offen sind noch personelle Fragen im sportlichen Bereich.

Kein Grund zum Ausschluss

Nürnbergs Geschäftsführer Norbert Schumacher hatte den Verein im vergangenen Herbst für zahlungsunfähig erklärt und am 26. November die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hatte bei der Gesellschafterversammlung der Liga in Düsseldorf erklärt, dass derzeit rechtlich und wirtschaftlich kein Grund bestehe, den Klub aus der DEL auszuschließen.

Während die Ice Tigers in den Playoff-Viertelfinalspielen auf die Adler Mannheim treffen, kämpfen in den Vor-Playoffs ab Donnerstag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) die Grizzly Adams Wolfsburg und die Augsburger Panther sowie die Hamburg Freezers und die Frankfurt Lions um den Einzug in die K.o.-Runde der letzten Acht.

Pokal wird ausgesetzt

Gleichzeitig gab Tripcke bekannt, dass der deutsche Pokal in der kommenden Saison nicht ausgespielt wird. Als Begründung nannte die DEL den engen Terminkalender mit den Olympischen Spielen in Vancouver (12. bis 28. Februar 2010) und der WM im eigenen Land (7. bis 23. Mai 2010).

Ob der Wettbewerb, der zur Saison 2002/03 eingeführt worden war, nach einjähriger Pause fortgesetzt wird, ist noch offen. "Wir werden in Ruhe überlegen, wie es weitergeht und wie man es besser machen kann", sagte der DEL-Geschäftsführer.

Damit ist der EHC Wolfsburg nach seinem 5:3-Finalsieg vor einer Woche gegen die Hannover Scorpions der vorerst letzte Pokalsieger. Gestrichen wurde auch das All-Star-Game 2010 zwischen den besten Europäern und Nordamerikanern der DEL.

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