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Panther-Kapitän Murphy (l.) qualifizierte sich mit Augsburg als Letzter für die Pre-Playoffs © getty

Für Hamburg und Frankfurt sind die Pre-Playoffs eine lästige Extra-Schicht. Wolfsburg und Augsburg wittern den großen Wurf.

München - Sie sind Stammgast in der "Strafrunde":

Wenn am Donnerstag mit den Pre-Playoffs die heiße Saisonphase in der DEL beginnt, müssen die Hamburg Freezers zum dritten Mal in Folge den beschwerlichen Umweg über die Qualifikation gehen.

Im Duell mit den ebenfalls enttäuschten Frankfurt Lions heißt es für die Freezers: kühlen Kopf bewahren und die Saison retten.

Umgekehrte Vorzeichen gelten dagegen beim zweiten Qualifikationsduell. Hier stehen sich mit den Grizzly Adams Wolfsburg und den Augsburger Panthern (Do., 19.30 Uhr LIVESCORES) zwei Überraschungsteams gegenüber.

Gespielt wird im Modus "Best of five". Bereits am Freitag treffen die Teams erneut aufeinander.

Ein Sieg zum Geburtstag

"Ich vertraue meinen Jungs. Sie haben in den vergangenen Wochen einen tollen Job gemacht", sagte Hamburgs Trainer Paul Gardner, der beim Auftakt am Donnerstag seinen 53. Geburtstag feiert: "Ich wünsche mir einen Sieg."

Unter Gardner haben die lange Zeit schwächelnden Freezers im Endspurt der Hauptrunde doch noch die Kurve bekommen. 2009 hat nur Titelverteidiger und Vorrundensieger Eisbären Berlin (41) mehr Punkte geholt als Hamburg (39).

"Wir haben nicht mehr so viele Vorgaben und müssen auf dem Eis weniger denken. Wir spielen gradliniger", erklärte der zuletzt überragende Torhüter Jean-Marc Pelletier den Unterschied zwischen Gardner und seinem Vorgänger Bill Stewart.

Die Mannschaft brennt, die Fans nicht

Der zweite Grund für den Aufschwung ist das sensationelle Comeback von Alexander Barta. 34425(Die Stars der DEL-Teams)

Der Nationalspieler ist knapp ein Jahr nach seinem Oberschenkelbruch wieder ein Leistungsträger im Team, erzielte nach seiner Rückkehr in 16 Spielen starke 24 Scorerpunkte. "Das hat uns alle angestachelt, da wurde irgendwie ein neues Feuer entfacht", meinte Pelletier.

Die Fans sind dagegen noch nicht Feuer und Flamme: Im Vorverkauf wurden nur rund 4500 Karten abgesetzt.

Pre-Playoffs als Strafrunde

Bei Gegner Frankfurt zeigt die Formkurve genau in die entgegengesetzte Richtung. Aufgrund von drei Niederlagen in Folge vergeigten die Lions die sicher geglaubte direkte Viertelfinal-Teilnahme.

"Die Enttäuschung ist riesig", sagte Trainer Rich Chernomaz und setzte seine Mannschaft unter Druck: "Auch wenn Hamburg der Favorit ist, will ich von meinen Spielern jetzt Charakter sehen."

Pre-Playoffs als Belohnung

Dagegen haben Wolfsburg und Augsburg ihr Soll bereits mehr als erfüllt. Der Einzug in die nächste Runde wäre für beide nur ein Bonus.

"Wenn uns vor der Saison einer gesagt hätte, wir würden 83 Punkte holen und Siebter werden, wir hätten es nicht für möglich gehalten", sagte Wolfsburgs Manager Karl-Heinz Fliegauf.

Der EHC geht mit dem Rückenwind des Pokalsiegs vor einer Woche in die K.o. -Runde. (Spielplan der Pre-Playoffs)

Augsburger Überraschungskiste

Doch auch die Panther sind hungrig auf Erfolg. "Wir wollen noch viel erreichen. Wenn ich Trainer einer anderen Mannschaft wäre, würde ich nicht gerne gegen Augsburg spielen", sagte Coach Larry Mitchell.

Der 41-Jährige wurde für sein Kunststück, den Klub mit dem kleinsten Etat der Liga (3,1 Millionen Euro) in die Pre-Playoffs zu führen, zum "Trainer des Jahres" gewählt.

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