vergrößernverkleinern
Die Füchse aus Duisburg waren 2005 in die DEL aufgestiegen © imago

Die Füchse werden Insolvenz beantragen. "Es macht keinen Sinn, weiter Geld zu verbrennen", erklärte Gesellschafter Pape.

Duisburg - Die Füchse Duisburg ziehen sich nach vier Jahren aus der DEL zurück.

Der Tabellenletzte der Vorrunde gab am Sonntagabend bekannt, dass er Insolvenzantrag stellen wird.

Gespräche mit potenziellen Sponsoren brachten ebenso wenig Ergebnisse wie die Verhandlungen mit einigen teuren Spielern, von denen sich der Klub trotz laufender Verträge trennen wollte.

"Es macht einfach keinen Sinn, weiter Geld zu verbrennen", sagte Alleingesellschafter Ralf Pape, der seit dem DEL-Aufstieg 2005 geschätzte fünf Millionen Euro aus der eigenen Tasche beigesteuert hat.

"Die einzig vernünftige Entscheidung"

"Es ist mir sehr schwer gefallen", erklärte Pape weiter, "aber es war die einzig vernünftige Entscheidung."

Der Füchse-Boss hatte vor der abgelaufenen Saison den Etat auf 3,5 Millionen Euro erhöht, um endlich nicht mehr als ewiger Tabellenletzter der Konkurrenz hinterherzulaufen.

Doch Duisburg war erneut abgeschlagenes Schlusslicht.

"Mini-Etat keine Alternative"

"Mit einem Mini-Etat in der DEL zu spielen, war keine Alternative", sagte Pape: "Dann hätten wir am ersten Spieltag schon wieder das Messer im Rücken gehabt."

"Es ist für die Betroffenen schade, aber es war absehbar und kommt nicht wirklich überraschend", kommentierte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke das Aus des Serien-Schlusslichts.

Für die Duisburger nachrücken könnte der Meister der zweiten Bundesliga, wenn er die wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt. "Sonst spielen wir mit 15 Klubs", sagte Tripcke, "vorausgesetzt, alle bekommen die Lizenz."

Reduzierung erwünscht

Für eine Reduzierung der DEL, die unter anderem auch Bundestrainer Uwe Krupp fordert, plädiert auch Pape.

"Mit 16 Klubs ist die DEL überbesetzt, weniger wäre mehr", sagte der Spediteur, der zudem den Modus ohne Auf- und Abstieg als "Schwachsinn" kritisierte.

Nürnberg bleibt ein Sorgenkind

Offen ist vor allem die Zukunft der Nürnberg Ice Tigers, bei denen eine Investorengruppe vom bisherigen Alleingesellschafter Günther Hertel den laufenden Vertrag für die Trikotwerbung übernahm.

Die Übernahme der GmbH ist allerdings noch nicht vollzogen, weil zunächst mit den Gläubigern eine Einigung erzielt werden soll.

Einstieg nur bei Lizenz

Zudem verknüpften die neuen Geldgeber um den Schmuckhändler Thomas Sabo ihren Einstieg mit der Lizenzerteilung durch die DEL, was in der Liga-Zentrale auf Unverständnis traf.

Während über die Zukunft in Nürnberg weiter gerätselt wird, steht in Duisburg zumindest die grobe Planung fest. Die Füchse wollen in der Oberliga weiterspielen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel