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Alles auf Angriff: Die Adler Kink (l.) und Bouchard gegen Berlins Busch © getty

Die Adler planen für Spiel 2 der Halbfinals gegen übermächtige Berliner die Flucht nach vorne. Zach erwartet "eine andere DEG".

München - Die Hannover Scorpions überreichten Hans Zach ein erstes Geburtstagsgeschenk, die Eisbären Berlin setzten ihre beeindruckende Playoff-Siegesserie fort: Die beiden Favoriten haben nach ihrem erfolgreichen Halbfinal-Auftakt in der DEL Endspielkurs eingeschlagen.

Bereits am Dienstag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) können die beiden Tabellenersten der Vorrunde mit dem zweiten Sieg in der Serie "Best of five" für eine Vorentscheidung sorgen.

Der am 30. März 1949 geborene Ex-Bundestrainer Zach feierte seinen 60. Geburtstag unspektakulär mit einem Essen mit Ehefrau Slada und Tochter Martina.

Zach sichtlich zufrieden

Zeit für ein großes Fest blieb nicht, denn nach dem Vormittagstraining brachen die Hannoveraner bereits nach Düsseldorf auf.

Zach war bester Laune, denn seine Mannschaft hatte mit dem 5:2 gegen die DEG nicht nur den ersten Halbfinalsieg in der Vereinsgeschichte gefeiert, sondern auch den Grundstein fürs Weiterkommen gelegt.

Durch Powerplay zum Sieg

"Wir wollen ihm nachträglich ein Geschenk machen und die Serie gewinnen", kündigte Nationalspieler Andre Reiss an.

Zach selbst war zufrieden, weil "wir zum ersten Mal in den Playoffs effektiv im Powerplay" waren - drei der fünf Tore fielen in Überzahl.

Personalsorgen bei Scorpions

Allerdings beklagte der Trainer erstmals in den diesjährigen Playoffs Personalprobleme: "Wir haben leider zwei Spieler verloren. "

Neben dem noch gesperrten Ex-Nationalspieler Klaus Kathan fehlen Zach am Dienstag auch Rainer Köttstorfer (Schulterverletzung) und Martin Hlinka (Spieldauerdisziplinarstrafe nach Stockfoul gegen Patrick Reimer).

DEG schlug sich selbst

Am Dienstag erwartet der Ex-Bundestrainer "eine andere DEG", die auch sein Gegenüber Harold Kreis sehen will. (DATENCENTER: Die DEL-Halbfinals)

"Jetzt hilft kein Lamentieren", sagte der ehemalige Nationalspieler: "Wir müssen mit fünf gegen fünf spielen. Das Positive ist: Wir haben noch Steigerungsmöglichkeiten."

Mit 14 Strafminuten allein im ersten Drittel schlugen sich die Düsseldorfer selbst. "Eigentlich hat es nur an den Strafzeiten gelegen", meinte Kapitän Daniel Kreutzer.

Eisbären setzen Siegesserie fort

Nicht zu stoppen ist Meister Berlin. Das souveräne 4:0 gegen die Mannheimer Adler am Sonntag war bereits der siebte Sieg in Folge in den Playoffs, inklusive der letzten beiden Finalspiele der vergangenen Saison.

"Das war ein großartiges Spiel, das wir vor allem durch unser Powerplay, unsere Disziplin und unser Teamwork gewonnen haben", bilanzierte Trainer Don Jackson.

Zu viel Respekt?

Mannheims Coach Teal Fowler war nach der enttäuschenden Leistung des DEL-Rekordmeisters sauer.

"Wir sind zu wenig gelaufen und haben den Berlinern zu oft nur zugeschaut", kritisierte der US-Amerikaner: "Wir hatten sehr viel Respekt vor Berlin, vielleicht sogar zu viel."

Adler müssen mehr Druck machen

Am Dienstag will Fowler von seiner Mannschaft ein anderes Gesicht sehen: "Wir müssen attackieren, statt zu reagieren."

Und Ex-Nationalspieler Tomas Martinec meinte: "Im Endeffekt ist es egal, ob wir 0:4 oder 0:10 verloren haben. Wir müssen am Dienstag von Anfang an Druck machen."

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