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In Spiel 2 geriet der Berliner Alexander Weiss mit Adler Ronny Arendt aneinander © imago

Berlins Jackson wirft Adler Fowler vor, zu Körperverletzung anzustiften. Der DEG-Goalie bläst zur Jagd auf Angeschlagene.

München - Auf dem Eis ist wieder alles offen, außerhalb der Bande fliegen die Giftpfeile: Im Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist für reichlich Brisanz gesorgt.

Meister Eisbären Berlin provozierte erst die Mannheimer Adler und verlor dann jegliche Souveränität.

Topfavorit Berlin bekam beim 1:6 in Mannheim die Quittung für allzu forsche Sprüche nach dem glatten 4:0-Auftaktsieg. (Adler deklassieren den Meister) "Die Mannheimer Verteidiger haben die Schnelligkeit und die Wendigkeit eines Öltankers", hatte Stürmer Florian Busch getönt.

"Mal sehen, wer am Ende lacht"

"Natürlich haben uns diese Aussagen zusätzlich motiviert", sagte Adler-Trainer Teal Fowler, nachdem seine Mannschaft die Berliner Playoff-Siegesserie nach sieben Erfolgen abrupt beendet hatte.

Und Verteidiger Felix Petermann antwortete auf die Busch-Provokation süffisant: "Wenn die Berliner glauben, sie müssten sich über uns lustig machen, dann wollen wir mal sehen, wer am Ende lacht und ins Finale einzieht."

Mit dem unerwarteten Kantersieg "haben wir ihnen viel zum Nachdenken gegeben", fügte der Nationalspieler an und stellte fest: "Berlin war von unserer Stärke überrascht."

Vermeintlicher Stockstich von Flache

Während die Mannheimer nach dem 1:1-Ausgleich in der Serie "best of five" am Freitag (19.30 Uhr LIVESCORES) den ersten Auswärtssieg anpeilen, verlor Meistertrainer Don Jackson jegliche Contenance.

Der US-Amerikaner warf seinem Landsmann Fowler vor, Verletzungen zu forcieren. "Es war schon im ersten Halbfinale so, dass Peter Flache aufs Eis gekommen ist, um meine Spieler zu verletzen", behauptete Jackson und forderte: "Die Liga sollte ermitteln und entsprechend reagieren." (Die Stenogramme)

Flache hatte zwölf Sekunden vor Schluss nach einem vermeintlichen Stockstich gegen Andre Rankel eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten, was Adler-Co-Trainer Greg Thomson nach Videostudium als "absoluten Witz" bezeichnete.

Die Eisbären verzichteten dann auch darauf, mehr als die obligatorische Ein-Spiel-Sperre zu beantragen.

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