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Ryan Calwell (l.) verlässt Nürnberg
Voller Einsatz: Hannovers Vikingstad (r.) im Duell mit dem Düsseldorfer Caldwell © getty

Die DEG zieht nach Titelverteidiger Berlin ins Playoff-Finale ein. Dabei lag Hannover nach acht Sekunden bereits in Führung.

Hannover - Die Düsseldorfer EG ist erstmals seit 2006 ins Playoff-Finale der Deutschen Eishockey-Liga eingezogen.

Brandon Reid setzte sieben Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt beim 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)-Erfolg im entscheidenden fünften Halbfinalspiel bei den Hannover Scorpions (DATENCENTER: Die DEL-Halbfinals).

Zuvor hatte Rob Collins mit dem 2:1 in der 50. Minute die Weichen Richtung Finale gestellt, wo Titelverteidiger Eisbären Berlin der Gegner sein wird (Eisbären im Endspiel, DEG wehrt "Matchpuck" ab).

Das erste Finalspiel findet bereits am Donnerstagabend (19.30 Uhr) in der Hauptstadt statt.

"Trost brauche ich aber nicht"

"Das Spiel war so eng", meinte der erleichterte DEG-Trainer Harold Kreis, für den die Eisbären der klare Favorit sind. "Das ist die beste Mannschaft der Liga", meinte der Ex-Nationalspieler, dessen Team das Maximum von zwölf Spielen in den Knochen hat. Berlin stand nur achtmal auf dem Eis.

"Düsseldorf war cleverer als wir und hat weniger Fehler gemacht", sagte Scorpions-Trainer Hans Zach, der zum fünften Mal in Folge ein Entscheidungsspiel verlor und trotz Vorrundenplatz zwei weiter auf seinen ersten Finaleinzug seit 2003 und den ersten Titel seit 1993 warten muss: "Trost brauche ich aber nicht."

Führung nach acht Sekunden

Matt Dzieduszycki hatte die Scorpions mit einem der schnellsten Tore der DEL-Geschichte bereits nach acht Sekunden in Führung gebracht.

Er brauchte nur drei Sekunden mehr als Rekordhalter Andre Faust, der am 11. September 1998 für Augsburg nach fünf Sekunden getroffen hatte.

Doch Adam Courchaine, der bereits in Spiel vier in der Verlängerung den umstrittenen Siegtreffer erzielt hatte, sorgte mit einem elften Tor in den Playoffs zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels für den Ausgleich (Die Stenogramme).

Aumüller in der Kabine

Zu diesem Zeitpunkt war nur ein Schiedsrichter auf dem Feld, weil Roland Aumüller in der Kabine behandelt wurde. Er war von einem Puck im Gesicht getroffen worden und hatte eine Platzwunde erlitten.

Nach vier Minuten kam er aber zurück aufs Eis. Aumüller und sein Kollege Willi Schimm waren erst kurzfristig anstelle von Rick Looker und Daniel Piechaczek angesetzt worden, denen die Fehlentscheidung im vierten Spiel angelastet wurde.

Das Siegtor hätte wegen Torraumabseits nicht zählen dürfen, auf einen Videobeweis hatten die Unparteiischen aber verzichtet.

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