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Sven Felski spielt seine 16. Saison im Trikot der Eisbären Berlin © imago

Vor der "Best-of-Five"-Finalserie spricht Sven Felski im Sport1.de-Interview über die Dominanz der Eisbären und seine Motivation.

Von Julian Ignatowitsch

München - Über 600 DEL-Spiele und drei Meisterschaften stehen für den gebürtigen Berliner Sven "Felle" Felski auf der Visitenkarte.

Das Urgestein des Hauptstadtklubs - er spielte ausschließlich für die Eisbären (Eisbären Im Endspiel) - zählt auch im späten Sportleralter zu den Stützen des Teams.

Am Donnerstag geht er in seine vierte Final-Serie (Die Stenogramme) in den letzten fünf Jahren.

Im Interview mit Sport1.de spricht der Stürmer neben der viel diskutierten Playoff-Regelgung auch über seine Motivation nach so viel Erfolg und die Perspektiven seiner Eisbären im Bezug auf den Gegner DEG Metro Stars aus Düsseldorf. (DEG brennt auf Revanche)

Sport1.de: Herr Felski, Sie haben mit den Eisbären Berlin schon drei Meistertitel gewonnen. Wie schaffen Sie es, sich jedes Jahr aufs Neue zu motivieren?

Sven Felski: Jede Meisterschaft hat ihren eigenen Reiz. Natürlich ist es beim ersten Mal ganz besonders emotional. Aber auch in diesem Jahr sind die Umstände mit der neuen O2-World einzigartig: Die Stimmung mit den rund 14.000 Zuschauern ist unglaublich, eine Meisterfeier hier wäre das Highlight der Saison. (LIVESCORES)

Sport1.de: In der Hauptrunde haben Sie drei von vier Spielen gegen die DEG gewonnen. Liegt Ihnen der Gegner?

Felski: Das heißt nichts. Düsseldorf (DATENCENTER: Die DEL-Halbfinals) hat im Halbfinale gegen Hannover eine beeindruckende Leistung gezeigt - und gegen die Scorpions haben wir in der Vorrunde drei Mal verloren. 2007 war es übrigens so, dass wir alle vier Saisonspiele gegen Mannheim gewonnen hatten und im Finale trotzdem den Kürzeren zogen. Es geht jetzt also wieder bei null los.

Sport1.de: Dennoch spürt man in den letzten vier Jahren eine klare Dominanz der Eisbären in der DEL.

Felski: Ja, das ist richtig. Trotzdem müssen wir uns immer neu konzentrieren und motivieren. Ich kann nur sagen, dass der Erfolgshunger der Mannschaft noch lange nicht gestillt ist.

Sport1.de: Ihr Coach Don Jackson war zwei Jahre lang Trainer in Düsseldorf, bevor er 2007 wieder nach Berlin zurückkehrte. Wie schwört er die Spieler auf das Finale ein?

Felski: Wir analysieren unseren Gegner so wie vor jedem Spiel. Dass Jackson zwei Jahre lang Trainer in Düsseldorf war, spielt bei der Vorbereitung keine große Rolle. Generell schauen wir immer zuerst auf uns. Wir wollen unsere Stärken ausspielen und dem Gegner dadurch unser Spiel aufzwingen.

Sport1.de: Kapitän Steve Walker kehrt rechtzeitig zum Finale wieder aufs Eis zurück. Erwarten Sie sich davon einen zusätzlichen Schub?

Felski: Ganz klar. Walks ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft und gibt unserem Kader noch mehr Tiefe.

Sport1.de: Was halten Sie von der kritisierten Regelung, dass im Viertelfinale Best-of-Seven gespielt wird und anschließend wieder nur Best-of-Five?

Felski: Ein Sieg ist ein Sieg - egal ob Best-of-Five oder Best-of-Seven. Ich habe damit kein Problem. Die Regelung hat organisatorische Gründe, die ich nachvollziehen kann.

Sport1.de: Dann bleibt zu guter Letzt noch eine Frage: Die Eisbären Berlin werden Meister, weil?

Felski: ?wir eine sehr, sehr kompakte Mannschaft sind, die nur schwer zu schlagen ist, und den richtigen Charakter besitzt, um solche Situationen zu meistern.

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