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Jamie Storr kam 2006 zur DEG und wurde bereits ein Jahr später Torhüter des Jahres © getty

Der Meister aus Berlin tut sich schwer in der Neuauflage des Playoff-Finales von 2006. DEG-Goalie Storr bleibt ein Unsicherheitsfaktor.

Berlin - Die Eisbären Berlin dürfen dank eines Zittersieges im ersten Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) von ihrem vierten Meistertitel träumen.

Der Titelverteidiger feierte vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Berliner Ostbahnhof einen glücklichen, aber letztlich nicht unverdienten 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)-Erfolg gegen die Düsseldorfer EG.

Damit brauchen die Hauptstädter nur noch zwei Siege zum Gewinn ihrer vierten deutschen Meisterschaft nach 2005, 2006 und 2008.

Eisbären nicht zu stoppen

In der Neuauflage des Playoff-Finales von 2006 trafen Stefan Ustorf (2.), Nathan Robinson (16.) und Richie Regehr (26.) für die Berliner, die zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren in der Endspielserie stehen.

Es war bereits der zehnte Heimsieg der Eisbären in Serie und der zehnte Erfolg in ihren vergangenen elf Playoff-Partien.

Neuauflage des Finals von 2006

Für den aufopferungsvoll kämpfenden achtmaligen Champion aus Düsseldorf, der seit 1996 auf seinen neunten Titel wartet und zuletzt vor drei Jahren in den Endspielen an Berlin gescheitert war, erzielten Adam Courchaine (23.) mit seinem zehnten Playoff-Tor und Shane Joseph (30.) die zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

Kreis bleibt gelassen

"Die Niederlage erschüttert uns nicht. Im ersten Drittel haben wir zu viele Fehler gemacht, aber danach war ich mit unserem Spiel zufrieden", meinte DEG-Trainer Harold Kreis.

Sein Berliner Kollege Don Jackson erklärte: "Der Respekt vor Düsseldorf ist groß. Wir haben uns einige leichte Scheibenverluste erlaubt. Aber am Ende zählt der Sieg."

"Matchbälle" winken

Das zweite Finalspiel der "Best-of-Five"-Serie findet bereits am Karsamstag (17.30 LIVESCORES) in Düsseldorf statt.

Bei einem weiteren Sieg hätten die Eisbären drei "Matchbälle", um ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.

Fehler von DEG-Goalie Storr

Die Gastgeber begannen das erste Endspiel mit viel Schwung und profitierten im ersten Drittel von zwei Torwartfehlern.

DEG-Goalie Jamie Storr wollte Ustorf vor dem 1:0 den Winkel verkürzen, rutschte aber beim Herauskommen aus und der Eisbären-Stürmer netzte nach Umkurven des Gäste-Tores ungehindert ein.

Beim zweiten Treffer der Eisbären ließ Storr einen recht harmlosen Schuss von Andrew Roach nach vorne abprallen und Robinson brauchte nur noch abzustauben.

Tore in Überzahl

Nach dem 1:2 durch Courchaines Schlenzer aus kurzer Distanz bewiesen beide Mannschaften im zweiten Drittel, weshalb sie die besten Überzahlteams der Playoffs sind.

Erst nutzte Eisbären-Verteidiger Regehr mit einem satten Schlagschuss ein Powerplay-Spiel, ehe Joseph ebenfalls mit einem Mann mehr auf dem Eis traf.

Glück in der Schlussphase

In der Folgezeit erhöhte die DEG den Druck und war aggressiver.

Dem Vorrunden-Dritten war nicht anzumerken, dass er den Finaleinzug erst nach der maximalen Spielanzahl von 12 Playoff-Partien perfekt gemacht hatte. (DATENCENTER: Die DEL-Halbfinals)

Stattdessen musste Berlins Keeper Rob Zepp mehrfach retten.

Im Schlussabschnitt hatten die Hausherren zudem Glück, als Playoff-Topscorer Brandon Reid (47.) in Unterzahl allein auf Zepp zulief, aber den Eisbären-Kasten knapp verfehlte.

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