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DEG-Akteur Jochen Reimer (l.) und Berlins Andre Rankel im textilen Zweikampf © getty

Während der Meister nörgelt, zieht die DEG aus dem 2:3 Optimismus. Don Jackson sagt, was in den Köpfen der Berliner schief lief.

Berlin - Titelverteidiger Eisbären Berlin übte Selbstkritik, Herausforderer Düsseldorfer EG verbreitete Zuversicht:

Die Gefühlslagen nach dem ersten Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) waren paradox. Obwohl Berlin durch den glücklichen 3:2-Erfolg (SPIELBERICHT: Eisbären zittern sich zum Auftakt-Sieg) dem viertem Titelgewinn entgegensteuert, hatte der Favorit an seinem Zittersieg einiges auszusetzen.

Außenseiter DEG strotzte dagegen vor Selbstbewusstsein und blickte voller Optimismus auf das zweite Spiel der "Best-of-five"-Serie am Karsamstag (17.30 Uhr LIVESCORES) in Düsseldorf.

Kreis hat "Lust auf mehr"

"Es hört sich komisch an, aber ich bin hochzufrieden mit meiner Mannschaft. Dieser Finalauftakt macht Lust auf mehr", sagte DEG-Trainer Harold Kreis nach dem umkämpften ersten Endspiel vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Berliner Ostbahnhof.

"So gut haben wir in diesen Playoffs noch in keine Serie hineingefunden. Ich bin überzeugt, dass dies ein Zeichen für die weiteren Spiele ist. Ich habe volles Vertrauen in meine Mannschaft", meinte Kreis.

Die Rheinländer konnten in der Neuauflage des Play-off-Finales von 2006 die Berliner Führung durch Stefan Ustorf (2.), Nathan Robinson (16.) und Richie Regehr (26.) trotz der Treffer von Adam Courchaine (23.) und Shane Joseph (30.) zwar nicht mehr ausgleichen. (Die Stenogramme der Finals)

"Absolut schlagbar"

Die gute kämpferische Einstellung ab dem zweiten Drittel machte dem achtmaligen Champion, der zuletzt 1996 deutscher Meister war, aber Mut für das zweite Duell.

"Wenn wir am Samstag unsere Chancen nutzen, und so viele davon bekommt man ja gegen die Eisbären nicht, dann können wir gewinnen", sagte DEG-Kapitän Daniel Kreutzer. (DATENCENTER: Die DEL-Finals)

Sturmkollege Patrick Reimer schlug in die gleiche Kerbe: "Auf dieser Leistung können wir aufbauen. Die Berliner sind absolut schlagbar."

Die DEG unterschätzt

Die Eisbären, die zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren in der Endspielserie stehen, enttäuschten dagegen ab dem Mittelabschnitt. Am Ende hatten die Berliner Glück, dass es noch knapp zum zehnten Heimsieg in Folge reichte.

"Die DEG musste alle 12 bisherigen Play-off-Spiele absolvieren und hatte nur einen Tag Pause vor dem Finale. Mein Team hat sie deshalb vielleicht etwas unterschätzt", sagte Berlins Coach Don Jackson.

"Wir hatten in einigen Situation Glück, dass wir die Führung halten konnten. Aber am Ende stand unsere Verteidigung wieder besser", erklärte der Amerikaner, dessen Mannschaft noch zwei Siege zum Gewinn der vierten deutschen Meisterschaft nach 2005, 2006 und 2008 fehlen.

Felski verspricht Steigerung

"Die DEG ist eine gute Mannschaft. Da kann man nicht erwarten, dass wir die mit 4:0 oder 5:0 weghauen", sagte das Berliner Urgestein Sven Felski.

Der Stürmer versprach den Fans aber eine Leistungssteigerung im zweiten Finalspiel: "Es ist wichtig, dass wir das erste Spiel gewonnen haben, aber wir können natürlich mehr. Und in Düsseldorf werden wir auch definitiv wieder mehr zeigen."

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