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Peter Ratchuk (l.) von der DEG gegen Eisbär Andrew Roach © imago

Düsseldorf kontert gegen überlegene Berliner und gleicht in der "Best-of-Five"-Serie aus. Jamie Storr überzeugt diesmal .

München - Der Kampf um die 89. deutsche Eishockey-Meisterschaft ist wieder völlig offen.

Die Düsseldorfer EG besiegte im zweiten Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga die Eisbären Berlin mit 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) und glich in der "Best-of-Five"-Serie auf 1:1 aus. (DATENCENTER: Die DEL-Finals)

Die DEG, die die erste Partie am Donnerstag 2:3 verloren hatte, darf damit wieder vom neunten Meistertitel träumen. (SPIELBERICHT: Eisbären zittern sich zum Auftakt-Sieg)

Titelverteidiger Berlin, der erst zum zweiten Mal in den laufenden Playoffs geschlagen vom Eis ging, hat am Ostermontag wieder Heimrecht.

Die Entscheidung kann frühestens in Spiel vier am kommenden Mittwoch in Düsseldorf fallen, zuerst findet jedoch am Montag (14.30 Uhr LIVESCORES) das dritte Spiel in Berlin statt.

Eisbären überlegen

Vor 11.254 Zuschauern im Rather Dome erzielten Kapitän Daniel Kreutzer (20.), Evan Kaufmann (33.) und Rob Collins (58.) die Tore für die DEG, die seit 1996 auf einen Titelgewinn wartet.

Denis Pederson (32.) hatte für die phasenweise deutlich überlegenen Eisbären, die nach 2005, 2006 und 2008 ihre vierte Meisterschaft anstreben, zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen. (Die Stenogramme der Finals)

"Wir haben in Berlin schon sehr gut gespielt und wissen, was wir können. Deshalb war der Sieg für mich nicht überraschend", meinte Kreutzer und befürchtet trotz 14 Playoff-Spielen in 30 Tagen kein Kraft-Problem bei der DEG: "Es geht nur noch eine Woche und wir sind im Finale, da muss man alle Reserven mobilisieren. Da darf niemand müde werden."

Reid verfehlt knapp

Anders als im Auftaktspiel waren die Düsseldorfer von Beginn an hellwach. In einem Spiel auf hohem Niveau und mit sehr hohem Tempo setzten sie sich zunächst besser in Szene.

Die beste Chance zum frühen 1:0 hatte Brandon Reid, der nach Zuspiel von Adam Courchaine nur um Zentimeter das Tor verfehlte (7.).

Mit zunehmender Spielzeit übernahm dann der Titelverteidiger die Kontrolle, die DEG konterte aber gefährlich.

Hammer in den Winkel

Nachdem Pederson für die Eisbären die beste Möglichkeit zur Führung vergeben hatte (15.), schlugen die Powerplay-Spezialisten der DEG zu - allerdings völlig untypisch: Kapitän Kreutzer traf 26 Sekunden vor der ersten Drittelsirene nach einem Konter mit einem Gewaltschuss in den Winkel.

Es war bereits das 17. Überzahltor der Düsseldorfer in den Playoffs.

Jamie Storr hält die Führung fest

Im Mittelabschnitt erhöhte Berlin den Druck. Phasenweise schnürte der Meister die Gastgeber bei Fünf gegen Fünf im eigenen Drittel ein. Allerdings scheiterten die Berliner immer wieder an DEG-Torhüter Jamie Storr, der seine bislang beste Leistung in den Playoffs bot.

Auf der Gegenseite hatte Patrick Reimer gar in Düsseldorfer Unterzahl die Chance zum 2:0, verfehlte das Tor aber knapp (27.).

Dennoch kam Berlin zum Ausgleich: Pedersons Schuss von der blauen Linie fand durch Freund und Feind hindurch seinen Weg ins Netz. Die DEG antwortete prompt: Nur 45 Sekunden später nutzte Kaufmann einen Konter zum 2:1, bei seinem Schuss über die Fanghand sah Eisbären-Goalie Rob Zepp nicht gut aus.

23 Schüsse - kein Treffer

Die Düsseldorfer bewiesen damit Effektivität: Sie gaben im zweiten Drittel nur vier Schüsse ab, die Berliner 23.

Auch im Schlussdrittel erzeugten die Eisbären viel Druck, doch Storr rettete der DEG mehrmals die Führung.

Collins beseitigte mit seinem Treffer schließlich die letzten Zweifel.

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