Das deutsche Eishockey trauert um Bernd Schäfer III. Der Kölner Rechtsanwalt, der die DEL 1994 mitgründete, starb nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren.

"Er hat das deutsche Eishockey professionalisiert. Ohne ihn würde es die Liga in dieser Form nicht geben", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, der Schäfer III im Frühjahr 2000 als Liga-Boss gefolgt war.

Schäfer III, der zu den Gründungsmitgliedern der Kölner Haie 1972 gehörte, war eine der umstrittensten Persönlichkeiten im deutschen Eishockey.

Als DEL-Chef stritt er jahrelang öffentlich mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und öffnete die Liga nach dem Bosman-Urteil ohne jegliche Beschränkung für ausländische Spieler.

Im April 2000 zog er sich auf Druck des DEL-Aufsichtsrats zurück. Schäfer III war mit seinem Modell einer DEL I und II auf starken Widerstand gestoßen.

"Er war eine prägende und starke Persönlichkeit im deutschen Eishockey", sagte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin. Beim achtmaligen Meister aus Köln war Schäfer III Ehrenpräsident. "Er hat den Eishockeystandort Köln durch seine Arbeit entscheidend vorangetrieben", sagte Eichin.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel