Die Rettung der von der Insolvenz bedrohten Kassel Huskies ist auch nach der Übernahme durch Dennis Rossing noch nicht perfekt.

Nach der Unterzeichung des Übernahmevertrags am Montagabend wird nun der noch am gleichen Abend eingesetzte kommissarische Geschäftsführer Fritz Westhelle ein sogenanntes "Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung" einleiten.

Ziel dieser Maßnahme ist es, den Klub bis Ende Mai zu sanieren, um so die Eröffnung eines "eigentlichen" Insolvenzverfahrens zu vermeiden. Nur in diesem Fall könnten der Verein auf eine Lizenz für die kommende Saison hoffen.

"Das Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung ist die einzige Chance, die Huskies langfristig zu retten", sagte der renommierte Insolvenzverwalter Westhelle.

Nach einer Bilanz-Prüfung durch Westhelle belaufen sich die Schulden des Tabellenletzten inklusive eines Defizits von 700.000 Euro aus der laufenden Saison auf insgesamt 2,8 Millionen Euro.

"Ich habe hier ein Himmelfahrts-Kommando übernommen. Aber ich würde das nicht tun, wenn ich nicht gute Chancen sähe, dass es weiter geht", so Westhelle.

Er entkräftigte zudem die Erwartung, der neue Besitzer würde jetzt auch für die Schulen aufkommen: "Es wird niemand kurzfristig drei Millionen Euro hier reinstecken, auch Rossing nicht. Jeder, der das machen würde, wäre bekloppt".

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