Nach dem finanziellen Kollaps des früheren deutschen Meisters Frankfurt Lions hat der Ausverkauf bei den Hessen begonnen. Die aktuell 18 unter Vertrag stehenden Profis und Trainer Rich Chernomaz wurden inzwischen über den Verlust ihres Arbeitsplatzes informiert.

Klar ist bereits, dass Michel Petri und Derek Hahn zu den Nürnberg Ice Tigers wechseln. Jeff Ulmer wird mit den Eisbären Berlin, Ian Gordon mit dem ERC Ingolstadt in Verbindung gebracht.

Am Montag hatten die Lions den Kampf um eine Zukunft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aufgegeben. Der Meister von 2004 gab angesichts von 4,4 Millionen Euro Verbindlichkeiten seinen Verzicht auf einen Protest gegen den Ende Mai ausgesprochenen Lizenzentzug vor dem DEL-Schiedsgericht bekannt.

Nach Angaben von Vereins-Chef Siggi Schneider wären die Bemühungen der Hessen um finanzielle Unterstützung bei Privatinvestoren und der Stadt Frankfurt erfolglos geblieben.

Zur Rettung hätte der 1991 gegründete Verein 800.000 Euro benötigt. Ob die Lions einen Neubeginn in der drittklassigen Oberliga unternehmen, ist noch offen. Deshalb steht auch hinter der Zukunft der knapp 400 Nachwuchsspieler ein Fragezeichen.

Die Lions hatten am Mittwoch beim Amtsgericht Frankfurt das Insolvenzverfahren eröffnet. Aus der Konkursmasse müssen nun unter anderem die Vermieter der Spieler-Wohnungen und die Dauerkarten-Besitzer der kommenden Saison bezahlt werden.

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