Aufatmen bei Meister Hannover Scorpions: Der in finanzielle Schieflage geratene Klub ist zumindest vorerst gerettet und wird auch in der kommenden Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auflaufen.

Nach positiven Verhandlungen über die Gründung einer Besitz- und Betreibergesellschaft für die Mehrzweckarena am Mittwochmorgen auf dem Messegelände zog Klubboss Günter Papenburg seine Drohung, die Lizenz abgeben zu wollen, zurück.

"Aufgrund der Gespräche wird der Spielbetrieb aufgenommen", sagte Scorpions-Eigner Papenburg. Damit wird Hannover wie geplant zum Saisonauftakt am 3. September beim EHC Wolfsburg in die neue Spielzeit starten und die Titelverteidigung in Angriff nehmen.

Bei dem Treffen verhandelten unter anderem Papenburg, der bislang pro Jahr eine siebenstellige Summe in den Klub pumpte, und Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode über eine stärkere Beteiligung von Stadt und Land an der Arena. Als Zeichen des positiven Fortschritts der Gespräche bestellte Minister Bode im Anschluss eine Dauerkarte für die Heimspiele der Klubs.

Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth zeigte sich erleichtert, warnte jedoch vor zu viel Euphorie. "Die letzten Tage waren zu intensiv, als dass ich jetzt vor Erleichterung in die Luft springen werde", sagte Stichnoth.

Man wolle weiterhin versuchen, das Finanzloch von etwa zwei Millionen Euro ohne das Geld von Mäzen Papenburg zu stopfen. "Der Verein muss wieder mehr auf eigenen Beinen stehen", sagte Stichnoth.

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