Das Ende der Kassel Huskies in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist endgültig besiegelt. Das Oberlandesgericht Köln hob zwei Einstweilige Verfügungen gegen den Ausschluss des Klubs auf. Damit bleibt den Hessen theoretisch nur noch der Gang vor den Bundesgerichtshof (BGH).

Das Kölner Gericht schloss sich in seinem Urteil dem Münchner OLG an, das der DEL bereits am Dienstag Recht gegeben hatte. Dort war es um die Rechtmäßigkeit des Schiedsgerichts gegangen, das den Lizenzentzug der Huskies am 30. Juni wegen der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bestätigt hatte.

Demnach geht die DEL am 3. September mit 14 statt 15 Vereinen in die neue Saison. Die Huskies sind nach den Frankfurt Lions bereits der zweite hessische Klub, der von der Eishockey-Karte verschwindet.

"Die Kassel Huskies sind faktisch tot", sagte Huskies-Geschäftsführer Fritz Westhelle nach der Verhandlung. Die Beschwerde beim BGH kann der Klub noch nicht anbringen, weil die Begründung des OLG München noch nicht vorliegt.

Wie bereits in München hatte auch das Kölner Gericht die beiden Parteien zu einem Kompromiss aufgefordert. Der Vorschlag sah vor, dass die Huskies in der DEL antreten und zu Beginn der Saison 2011 nochmals eine Lizenzgebühr entrichten sollten. Dieser von der DEL abgelehnte Vorschlag hätte Kassel die Chance gegeben, ein Jahr lang Geld zu verdienen und die Sponsoren zu befriedigen. Das Gegenangebot der DEL, dass die Huskies alle ausstehenden Schulden von rund zwei Millionen Euro sofort zahlen sollen, lehnte der Klub ab. Man könne nicht zahlen, weil man nichts habe.

Die Huskies werden aus dem DEL-Spielplan gestrichen und die Gegner erhalten spielfrei.

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