Nach dem Trainingsboykott in der vergangenen Woche kehrt beim deutschen Meister Hannover Scorpions wieder Ruhe ein.

Wie Manager Marco Stichnoth erklärte, seien alle Zahlungen - auch Prämien in Höhe von 60.000 Euro - inzwischen überwiesen worden.

"Die Überweisung hat am 6. September stattgefunden", betonte der Geschäftsführer. "In den Verträgen steht, dass das Geld am Anfang des Monats überwiesen wird, nicht am Ersten."

Nach Stichnoths Angaben habe eine Umstellung in der Buchhaltung zu der verspäteten Zahlung der Gehälter geführt.

Außerdem habe Gesellschafter Günter Papenburg noch Unterlagen zu den Prämien der vergangenen Saison einsehen wollen.

Nach Medienberichten hatten die Spieler aufgrund ausbleibender Gehälter- und Prämienzahlungen am vergangenen Dienstag das Training boykottiert. "Das Training hat aus unterschiedlichen Gründen nicht stattgefunden", sagte Stichnoth: "Von einem Boykott möchte ich aber nicht sprechen."

In einer ersten Stellungnahme wurde Stichnoth jedoch in der "Bild" zitiert: "Der Trainer rief mich an und sprach von Chaos."

Offiziell begründete der Klub den Ausfall der Übungseinheit in der vergangenen Woche nun mit "technischen Problemen".

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Spieler freiwillig auf einen Teil ihrer Gehälter verzichtet. Vor der aktuellen Saison zog Klubboss Papenburg erst nach der Gründung einer Besitz- und Betreibergesellschaft für die Mehrzweckarena seine Drohung zurück, die Lizenz wieder abzugeben.

Dennoch hatte Stichnoth erst vor wenigen Tagen einen Sparkurs in Hannover angekündigt. Demnach sei das aktuelle Gehaltsniveau des Meisters nicht mehr zu halten.

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