Meister Hannover Scorpions sucht ab Mitte März öffentlichkeitswirksam zwar nicht gleich den nächsten Eishockey-Superstar, aber immerhin einen Perspektivspieler. Der Gewinner erhält einen Profivertrag - und könnte das Scoutingsystem der Deutschen Eishockey Liga (DEL) als unzureichend entlarven.

"Wir richten uns an Spieler, die davon überzeugt sind, dass sie durch das Netz der Klubs, Spieleragenten und Talentsucher gerutscht sind", sagt Benjamin Weichert.

Der Torwarttrainer der Scorpions leitet das Projekt mit dem Titel "Generation Hockey". Im Expertengremium, das den Daumen hebt oder senkt, sollen auch Fachleute aus Kanada und der frühere Meistercoach Zach sitzen.

Zach ist für seinen hervorragenden Blick für Talente bekannt. In Hannover hatte er einst Marvin Krüger entdeckt, der vor zwei Jahren noch für Preußen Berlin in der 4. Liga stürmte. "Genau solche Spieler wollen wir mit dem Casting finden. Ich bekomme häufig E-Mails von jungen Spielern, die unbedingt Profis werden wollen", sagt Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth.

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