Der neue Eisbären-Coach Jeff Tomlinson hat seinen Führungsstil mit dem von Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp verglichen.

"Zu 80 Prozent bin ich der nette Typ wie Klopp, der Spielertrainer, zu 20 Prozent aber auch das Arschloch", sagte der 43-Jährige in der "Berliner Morgenpost".

Der Berliner Trainer weiter: "Ich kann böse sein. Die Spieler entscheiden, welchen Menschen sie sehen. "

Er bevorzuge aber ein enges Vertrauensverhältnis zu seinen Profis, auch wenn er von Klopps Emotionalität weit entfernt sei, betonte Tomlinson: "Der jubelt mit seinen Spielern, er knutscht sie, drückt sie. So extrem bin ich nicht, aber natürlich habe ich ein gutes Verhältnis zu vielen Spielern."

Der Nachfolger von Meistertrainer Don Jackson ist sich aber bewusst, dass bei den Eisbären, die in den vergangenen neun Jahren sieben Titel gewonnen haben, nur der Erfolg zählt.

"Es wäre unpassend, von weniger als der Meisterschaft zu reden", sagte der frühere Co-Trainer der Eisbären: "Trotzdem fokussiere ich mich auf die kleinen Schritte und verfolge kurzfristige Ziele."

Vor allem im Unterzahlspiel habe er Steigerungspotenzial ausgemacht.

Mit dem hohen Druck könne er gut umgehen, weil die Erwartungshaltung bei seinen vorherigen Stationen Düsseldorfer EG und Nürnberg Ice Tigers ebenfalls groß gewesen seien.

In seiner Düsseldorfer Zeit habe er sogar "Hass-Briefe bekommen", die Fans "in der Kabine unter der Tür durchgeschoben" hätten.

"Aber es sind die gleichen, die jubeln, wenn wir gewinnen", sagte Tomlinson.

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