Vor dem Start der DEL-Saison hat Jens Baxmann, Routinier der Eisbären Berlin, bei SPORT1.fm über die Erwartungen der kommenden Saison Auskunft gegeben. Besonders den EHC Red Bull München sieht er als ernstzunehmende Konkurrenz an. Der neue Trainer unterscheidet sich seiner Meinung nach sehr vom Vorgänger.

Die Rolle der Berliner ist dem langjährigen Verteidiger durchaus bewusst: "Es ist klar, dass wir durch die Erfolge der vergangenen Jahren wieder die Gejagten Nummer eins sind."

In der Vorbereitung gab es bislang Licht und Schatten, Baxmann relativiert aber die Resultate.

"Die Testspiel-Ergebnisse waren durchwachsen, es hätte besser laufen können. Man darf auch nicht vergessen, dass wir einen neuen Trainer und auch viel getestet haben. Das dann nicht gleich alles hundertprozentig funktioniert, ist normal", sagte er zu SPORT1.fm.

Vom neuen Trainer Jeff Tomlinson zeigt sich der 28-Jährige begeistert. Im Vergleich zum früheren Trainer hat er bereits Unterschiede ausgemacht:

"Tomlinson ist von der Persönlichkeit anders als Don Jackson. Er ist sehr kommunikativ und probiert, jeden Tag mit Elan und Energie zum Training zu kommen. Er verkörpert, dass es ihm sehr viel Spaß macht, mit uns zusammen zu arbeiten."

Und weiter: "Er probiert jeden Tag, die Spieler individuell zu verbessern und arbeitet viel mit jungen Spielern. Er hat ja auch als Ziel ausgegeben, dass er wieder mehr junge, deutsche Spieler integrieren will."

Konkurrenz sieht er besonders im Süden und Westen der Republik.

"Andere Mannschaften haben sehr gut aufgerüstet, zum Beispiel München, wo Red Bull eingestiegen ist. Auch Köln wird die Erfahrung aus dem verlorenen Finale im letzten Jahr mitgenommen haben", prognostizierte er. Auch mit Mannheim sei zu rechnen.

Die große Unbekannte kommt aus dem Freistaat.

"Ich denke schon, dass die Münchner eine gute Rolle spielen werden. Ob es durch die ganzen Investitionen zu Platz eins oder zwei reicht, kann man schlecht sagen", äußerte sich Baxmann.

" Man muss auch ein gutes Mannschaftsgefüge haben. Wenn man nur Spieler hat, die nach vorne rennen und keiner sich bereit erklärt, Defensivaufgaben wahrzunehmen, ist es auch schwer, Erfolg zu haben, obwohl man die vielleicht besten Spieler hat", schränkte er bei SPORT1.fm jedoch ein.

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