Die DEL sagt der übergroßen Härte auf dem Eis den Kampf an und hat ihre Disziplinarordnung entsprechend geändert.

Ab sofort werden alle Großen Strafen mit automatischen Spieldauerdisziplinarstrafen und Matchstrafen vom DEL-Disziplinarausschuss nachträglich und umgehend bewertet.

Auch wurde die "Matchstrafe" als Höchststrafe auf dem Eis bis auf fünf Ausnahmen abgeschafft.

Die Entscheidung über eine mögliche Spielsperre erfolgt nun immer bereits am Folgetag des Spiels.

Darauf einigten sich die Sportlichen Leiter aller 14 DEL-Klubs.

"Wir setzen damit unseren Weg im Kampf gegen gefährliche und rücksichtslose Aktionen im Spiel fort", sagte Jörg von Ameln, Leiter Spielbetrieb der DEL.

Und weiter: "Zugleich haben wir damit das Disziplinarwesen in seinen Abläufen optimiert und es gerechter und transparenter gestaltet."

Die Schiedsrichter dürfen auf dem Eis nun nur noch in fünf Fällen Matchstrafen aussprechen: Schlittschuhtritt, Kopfstoß, Angriff auf Schiedsrichter durch Spieler oder Offizielle sowie Auseinandersetzung mit Zuschauern.

Bei allen anderen Regelverstößen, für die das Regelbuch des Weltverbandes IIHF eine Matchstrafe vorsieht, ist an Stelle der Matchstrafe eine Große Strafe plus automatischer Spieldauerdisziplinarstrafe zu verhängen.

"Für das Spiel selbst bleiben die Konsequenzen Unterzahl und Spielausschluss identisch", so von Ameln, "wir entlasten den Schiedsrichter aber von der Verantwortung, eine mögliche Verletzung erkennen und bewerten zu müssen. Der Disziplinarausschuss kann am Folgetag dazu auf den ärztlichen Bericht zurückgreifen und so objektiver entscheiden."

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