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Geoff Ward war zuletzt Co-Trainer in der NHL bei den Boston Bruins © getty

Der sechsmalige deutsche Eishockeymeister Adler Mannheim hat Geoff Ward als neuen Cheftrainer verpflichtet.

Der 52 Jahre alte Kanadier, zuletzt Co-Trainer beim NHL-Klub Boston Bruins, tritt in Mannheim die Nachfolge des ehemaligen Bundestrainers Hans Zach an und erhält bei den Adlern einen Dreijahresvertrag bis zum 30. April 2017.

"Ich freue mich sehr, dass wir Geoff Ward für uns gewinnen konnten. Er ist von Anfang an unser absoluter Wunschkandidat gewesen", sagte Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp: "Wir haben sehr früh erste Gespräche geführt und waren sofort von seinen Ideen und Konzepten überzeugt."

Der Trainer selbst sagte, er sei "froh, in Mannheim zu sein. Das ist eine große Herausforderung für mich."

Ward hatte in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bereits die Iserlohn Roosters betreut. Seit 2007 war er Assistenztrainer in Boston, wo er unter anderem mit Nationalspieler Dennis Seidenberg zusammenarbeitete. "Ich habe mit ihm über die Adler gesprochen, vor allem über das Team", sagte Ward: "Seidenberg hat mir ein gutes Feedback gegeben."

Zudem gaben die Adler am Donnerstag die Verpflichtung von Stürmer Andrew Joudrey (29) und Verteidiger Danny Richmond (29) bekannt. Richmond kommt vom Ligarivalen EHC Red Bull München und erhält einen Zweijahresvertrag.

Der offensivstarke Amerikaner hat zudem bereits 49 NHL-Spiele absolviert. Joudrey startet im Sommer in seine erste Saison in Europa und erhält einen Einjahresvertrag. Der Kanadier kommt aus der unterklassigen nordamerikanischen Liga AHL.

Der neue Trainer Ward tritt nun in die großen Fußstapfen Zachs, der am Neujahrstag überraschend die Nachfolge von Harold Kreis angetreten hatte und im Play-off-Viertelfinale an seinem Ex-Klub Kölner Haie gescheitert war.

Im Gespräch für die Nachfolge waren unter anderem auch Meistertrainer Niklas Sundblad, der den ERC Ingolstadt nach der Saison verlassen hatte, sowie der frühere NHL-Trainer Ralph Krueger.

Während der Suche habe er die Nervosität im Umfeld wahrgenommen, sagte Geschäftsführer Hopp, "aber ich war immer zuversichtlich, deshalb hat mich die Nervosität nicht ergriffen." Ward wird am Sonntag zunächst zurück nach Boston reisen, bis dahin will der Vater von vier Kindern mit allen verfügbaren Spielern Einzelgespräche führen.

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