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Uwe Krupp (hinten) ist seit 2005 Trainer der Nationalmannschaft © getty

Vorm Deutschland-Cup will der Bundestrainer sein Team kräftig durcheinanderwirbeln. Ein Aussortierter bekommt eine neue Chance.

München - Bundestrainer Uwe Krupp will den Deutschland-Cup in München (6. bis 8. November) nutzen, um das Gesicht der deutschen Nationalmannschaft mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver und die Heim-WM 2010 zu verändern.

Der 44-Jährige kündigte in München an, einige neue Spieler zu testen und denen eine neue Chance zu geben, die er vor der vergangenen WM aus seinem Kader gestrichen hatte.

So hat Krupp vor, in der Münchner Olympiahalle Torhüter Rob Zepp vom deutschen Meister Eisbären Berlin ebenso einzusetzen wie den Ingolstädter Verteidiger Jakub Ficenec.

Der gebürtige Kanadier Zepp (28) besitzt jetzt ebenso einen deutschen Pass wie der Deutsch-Tscheche Ficenec (32) - beide sind bei dem Turnier gegen die USA, die Slowakei und die Schweiz spielberechtigt.

Neue Chance für Marcus Kink

Zudem will Krupp Justin Krueger, Sohn des Schweizer Nationaltrainers Ralph Krueger, der in Nordamerika an der Cornell University spielt, testen.

Auch Marcus Kink von Adler Mannheim, den Krupp vor der WM aussortiert hatte, soll eine neue Bewährungschance bekommen.

"Er spielt in Mannheim eine sehr gute Saison, das ist der Durchbruch, auf den wir bei ihm schon so lange warten", sagte Krupp über Kink.

"Niemand hat einen Freifahrtschein"

Mit Blick auf die beiden anstehenden Großereignisse betonte Krupp, dass "niemand einen Freifahrtschein hat" - auch nicht die zehn deutschen Nordamerika-Profis.

"Sie sind nicht automatisch gesetzt. Wer keine Spielpraxis hat, ist nicht die richtige Nominierung. Da gebe ich lieber jemandem den Vorzug, der in Deutschland bei seinem Verein eine tragende Rolle spielt", sagte Krupp.

Ungünstige Bedingungen bei Vorbereitung

Krupp beklagte erneut die ungünstigen Bedingungen, unter denen er die DEB-Auswahl auf Olympia und WM vorbereiten muss. (DATENCENTER: Spielplan WM 2010)

"Ich bräuchte mehr Zeit, eine Woche im November, eine im Dezember, zehn Tage vor Olympia, zehn vor der WM. Aber die Deutsche Eishockey Liga hat eben auch ihre Interessen. Das verstehe ich auch, aber dann muss man sehen, dass es uns die Bedingungen nicht erlauben, mit Nationen wie etwa der Schweiz zu konkurrieren."

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