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KORBINIAN HOLZER
Korbinian Holzer wechselte 2007 von Regensburg zur DEG © imago

Korbinian Holzer hofft nach guten Leistungen beim Deutschland Cup auf eine Nominierung für die Olympischen Winterspiele.

Von Rainer Nachtwey

München - Ein Länderspiel hatte Korbinian Holzer vor dem Deutschland Cup in München erst bestritten.

Doch für Bundestrainer Uwe Krupp gehörte der 21 Jahre alte Verteidiger der DEG Metro Stars beim Vier-Nationen-Turnier bereits fest zur Nationalmannschaft.

Holzer erhielt beim Deutschland Cup viel Eiszeit, sowohl in Unterzahl, als auch in Überzahl.

Für den Bundestrainer hat Holzer einen großen Vorteil gegenüber seinen Abwehrkollegen 170201(DIASHOW: Der Kader).

"Er spielt im Verein in Überzahl, was nicht viele deutsche Verteidiger machen. Das ist für uns und für ihn ein großes Plus", sagte Krupp gegenüber Sport1.de.

Nach dem Deutschland Cup hofft der gebürtige Münchner nun auf eine Nominierung für die Olympischen Winterspiele im Februar. "Vancouver wäre natürlich ein Traum", sagte Holzer gegenüber Sport1.de.

Im Interview spricht Holzer über den Deutschland Cup, Olympia und den Traum NHL.

Sport1.de: Drei Länderspiele in Ihrer Geburtsstadt München: War der Deutschland Cup ein Highlight für Sie?

Korbinian Holzer: Natürlich ist das etwas Besonderes, in meiner Heimat zu spielen. Die Fans hier in München waren super, sie standen die ganze Zeit hinter uns. Da macht es umso mehr Spaß, für Deutschland zu spielen.

Sport1.de: Ihre Eltern und Freundin waren vor Ort. Eine besondere Motivation?

Holzer: Natürlich. Ich wollte mir ja anschließend keine dummen Kommentare anhören müssen.

Sport1.de: Uwe Krupp hat Sie in Überzahl und Unterzahl eingesetzt. Wie sehen Sie nach dem Deutschland Cup Ihr Standing innerhalb der Mannschaft?

Holzer: Ich bin froh, dass ich viel Einsatzzeit erhalten habe. Vor allem, dass ich die Möglichkeit hatte, mich in allen Situationen zu zeigen. Ich muss meine Leistung bringen, und nur dadurch schaffe ich es, mich unverzichtbar zu machen.

Sport1.de: Wie beurteilen Sie nun Ihre Chancen für die Olympischen Winterspiele?

Holzer: Vancouver wäre natürlich ein Traum. Olympia ist für jeden Sportler das größte Erlebnis. Es wäre eine super Sache, wenn ich dabei wäre. Aber mehr als mich durch tägliche Leistung im Verein zu empfehlen, kann ich nicht machen. Dann kommt es darauf an, ob der Bundestrainer mich braucht. Wenn er mich braucht: Ich sitze auf gepackten Koffern und warte.

Sport1.de: Es ging bereits beim Deutschland Cup darum, sich fürs Olympia-Team zu empfehlen. Litt die Stimmung in der Mannschaft darunter?

Holzer: Nein, die Stimmung war sehr gut. Unser großes Plus war schon immer der Kampfgeist. Das geht nur durch Zusammenhalt. Wir müssen in unsere Spiele mit 100 Prozent Leidenschaft gehen. Das haben wir beim Turnier gezeigt.

Sport1.de: Hat das schwache Abschneiden bei der WM in Bern Spuren in der Mannschaft hinterlassen?

Holzer: Die WM in Bern gehört der Vergangenheit an. Wir haben das einmal kurz angesprochen. Aber eigentlich ging es mehr darum, dass wir gesagt haben: 'Schade, dass wir solange warten müssen, bis wir wieder in der Nationalmannschaft spielen können.' Das Kapitel Bern ist abgehakt, wir schauen nach vorne. Wir müssen schon jetzt für die Heim-WM Werbung in eigener Sache betreiben.

Sport1.de: War der Deutschland Cup Werbung für die Heim-WM?

Holzer: Auf jeden Fall. Wir haben gute Leistung gezeigt und haben mit dem Erfolg wieder für positive Schlagzeilen gesorgt.

Sport1.de: Bei Ihnen läuft es persönlich recht gut. Sie haben alle Saisonspiele bestritten, wurden für den Deutschland Cup nominiert und 2006 an 111. Position von den Toronto Maple Leafs gedraftet. Wann erfüllt sich der Traum NHL?

Holzer: Das ist noch ziemlich weit weg für mich. Ich muss abwarten, was nächstes Jahr passiert. Ich hoffe, dass ich mich mit im Verein und in der Nationalmannschaft präsentieren kann, und die Maple Leafs mich dann rüberholen. Aber darüber mache ich mir im Moment keine Gedanken. Jetzt zählen die DEG und die Nationalmannschaft.

Sport1.de: Bei den Olympischen Spielen wäre die Möglichkeit, sich zu präsentieren, wohl am besten...

Holzer: Ja das stimmt. Das wäre die Ideallösung. Da sind die NHL-Scouts vor Ort, zudem misst man sich mit den besten Spielern der Welt, was bei der Weltmeisterschaft nicht ganz der Fall wäre, da nicht alle NHL-Spieler vertreten sind. Was gäbe es Besseres, als in Vancouver zu zeigen, dass man mit den Besten der Welt mithalten kann.

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