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Florian Busch spielt seit 2002 bei den Eisbären Berlin © getty

Der Eisbären-Stümer kann wieder auf Olympia hoffen. Der Faktor Zeit könnte einer Rückkehr ins DEB-Team allerdings im Weg stehen.

Berlin - Die Hoffnungen von Stürmer Florian Busch auf eine Rückkehr in die Eishockey-Nationalmannschaft haben neue Nahrung erhalten.

Der DEB hat gut zwei Wochen vor der am 22. Januar anstehenden letzten deutschen Nominierung für Olympia in Vancouver (12.-28. Februar) bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) einen Antrag zur Wiederaufnahme des Profis von Meister Eisbären Berlin in den Testpool gestellt.

Vorausgegangen war ein Abstimmungsgespräch mit Mitgliedern beider Gremien sowie des Bundesinnenministeriums (BMI) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Das sagte DEB-Präsident Uwe Harnos.

Keine Bedenken wegen Comeback

Harnos erklärte, dass nach der Telefonkonferenz zumindest auf Seiten des BMI und des DOSB keine größeren Bedenken über ein Comeback des 24-Jährigen Busch bestehen würden: "Wenn es Einwände gegeben hätte, dann hätten wir den Antrag nicht gestellt."

Die NADA wird nun über eine Ausnahmeregelung gemäß Paragraf 5. 6.2 des NADA-Codes entscheiden.

Athletenvereinbarung unterschrieben

Demnach ist es in bestimmten Fällen möglich, dass eine verkürzte Zugehörigkeit eines Athleten zum NADA-Testpool ausreicht, um an Wettkämpfen teilzunehmen. Busch hatte die Athletenvereinbarung erst vor einer Woche unterschrieben.

"Sollte die Entscheidung der NADA positiv ausfallen, muss man sehen, ob das Zeitfenster für eine Olympianominierung ausreicht", sagte Harnos.

Busch hofft auf Comeback

Busch, der zuletzt im Mai 2008 bei der WM in Kanada für den DEB aktiv war, hofft auf ein Comeback bei den Winterspielen.

Bundestrainer Uwe Krupp hatte in der Vergangenheit stets betont, aus sportlicher Sicht auf den gebürtigen Bayern nicht verzichten zu wollen.

Der Angreifer hatte am 6. März eine Dopingkontrolle zunächst verweigert und erst später nachgeholt. Die Probe war negativ.

Zweijährige Sperre aufgehoben

Busch war nach einer Klage der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien bis zum 21. Februar 2011 gesperrt worden.

Das Schweizer Bundesgericht hatte jedoch die zweijährige Sperre aufgehoben.

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