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Florian Busch wechselte 2002 von den Jungadlern Mannheim nach Berlin © getty

Nach ausgestandener Doping-Affäre ist der Stürmer von Bundestrainer Uwe Krupp für den WM-Vorbereitungskader nominiert worden.

Berlin - Zwei Jahre der Verbannung und des juristischen Tauziehens sind vorüber: Florian Busch kehrt in die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zurück.

Bundestrainer Uwe Krupp nominierte den 25 Jahre alten Stürmer der Eisbären Berlin nach dem überraschenden Viertelfinal-Aus des DEL-Titelverteidigers erwartungsgemäß in den Kader zur Vorbereitung auf die WM im eigenen Land (7. bis 23. Mai).

"Ich freue mich sehr. Ich bin Deutscher und will natürlich für die deutsche Nationalmannschaft spielen. Vor uns stehen große Aufgaben", erklärte Busch und blickte voller Vorfreude auf das Turnier: "Die WM wird ein ganz großes Ding. Da will ich dabei sein."

Ärztliche Untersuchung steht noch an

Laut Bundestrainer Krupp darf sich der Angreifer, der zuletzt bei der Weltmeisterschaft 2008 in Kanada das Trikot mit dem Bundesadler getragen hatte, berechtigte Hoffnungen auf einen WM-Start machen.

"Er ist einer der stärksten deutschen Angreifer. Wir hoffen, dass er uns weiterhilft", sagte Krupp.

Ob Busch, der nach seiner Affäre um eine verweigerte Dopingprobe seit dem 9. April wieder für die DEB-Auswahl spielberechtigt ist, sein Comeback bereits in den Testspielen gegen Norwegen am Freitag und Samstag in Crimmitschau und Dresden gibt, ist allerdings fraglich.

Busch hat nach einem Check seit Tagen Schmerzen im Brustkorbbereich und muss sich am Montag einer ärztlichen Untersuchung unterziehen.

Eisbären-Aus "ein Vorteil"

"Selbst wenn er gegen Norwegen noch nicht aufläuft, ist der WM-Zug für ihn noch nicht abgefahren. Wir haben eine lange Testphase mit vielen Spielen, da kann sich jeder empfehlen", sagte Krupp.

Neben Busch stoßen in Rob Zepp, Frank Hördler, Jens Baxmann, Constantin Braun, Sven Felski, Andre Rankel und TJ Mulock sieben weitere Eisbären zur Nationalmannschaft, die sich seit dem 6. April in Bundesleistungszentrum in Füssen auf die WM vorbereitet.

"Für die Nationalmannschaft ist es ein Vorteil, dass die Eisbären ausgeschieden sind", sagte Krupp.

Aufgehobene Sperre

Busch war wegen einer verweigerten Dopingprobe im März 2008 zunächst nur mit einer Geldstrafe belegt worden.

Der internationale Sportgerichtshof CAS verhängte dann jedoch eine Sperre bis zum 21. Februar 2011 wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien, die das Schweizer Bundesgericht aber wieder aufhob.

Auf Antrag des DEB stellte die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA dem Profi am 30. März eine Spielgenehmigung aus, da Busch seit Saisonbeginn als Spieler der Eisbären dem zwischen NADA und DEL vereinbarten Dopingkontrollsystem angehört und zwei Tests nach der Wiederaufnahme in den Testpool negativ waren.

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