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Michael Wolf erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich gegen die Schweiz © getty

Im ersten echten Härtetest gegen die Schweiz kassiert das Krupp-Team eine Niederlage und zeigt Schwächen im Powerplay.

Schwenningen - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist noch nicht in der erhofften WM-Form.

Rund zwei Wochen vor der Heim-WM (7. bis 23. Mai) verlor das Team von Bundestrainer Uwe Krupp im ersten echten Härtetest während der Vorbereitung 1:2 (0:0, 0:1, 1:1) gegen den Olympia-Achten Schweiz.

Die ersten beiden Testspiele gegen Norwegen hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) für sich entschieden (3:0 und 8:2). Michael Wolf (42.) traf für Deutschland, Steve Hirschi (36.) und Robin Grossmann (52.) waren für die Eidgenossen erfolgreich.

Starke Torhüterleistungen

"Wir haben gesehen, dass die Schweiz uns unter Druck gesetzt hat. Wir hatten Probleme mit der Geschwindigkeit der Schweizer. Wir haben dann gekämpft und uns gesteigert. Insgesamt geht das Ergebnis aber in Ordnung", sagte Krupp nach der Partie.

Die 2786 Zuschauer in Schwenningen sahen ein weitgehend ausgeglichenes erstes Drittel, in dem der deutsche Torhüter Dimitrij Kotschnew und sein Schweizer Gegenüber Martin Gerber starke Leistungen zeigten.

Die Auswahl Krupps, der seit Wochen mit Spekulationen über das Ende seiner Amtszeit nach der WM leben muss, offenbarte allerdings Schwächen im Powerplay.

Die Deutschen konnten drei Überzahl-Situation nicht nutzen. Im Mitteldrittel wurde die Partie härter. Der deutsche Verteidiger Frank Hördler kassierte eine zehnminütige Disziplinarstrafe, der Schweizer Kevin Romy sogar eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. (Alle Eishockey-News)

Die Schweizer nutzten eine der Überzahl-Situationen zur Führung.

Wolf nutzt Überzahlsituation

Zu Beginn des letzte Abschnitts trafen dann auch die Deutschen in Überzahl. Als Wolf traf, saßen gleich zwei Schweizer auf der Strafbank.

Obwohl die Gastgeber danach um einen weiteren Treffer bemüht waren, traf Grossmann für die Eidgenossen, die im früheren Münchner Meistertrainer Sean Simpson ihren neuen Coach gefunden haben.

Simpson trat nach den Olympischen Spielen von Vancouver die Nachfolge von Ralph Krueger an. Der Deutsch-Kanadier Krueger, der die Eidgenossen 13 Jahre betreute und dessen Sohn Justin gegen Norwegen sein Debüt in der deutschen Auswahl gefeiert hatte, gilt als möglicher Nachfolger Krupps.

"Knallharter" Kampf um WM-Tickets

Im Vorfeld der Partie gegen die Schweiz waren die Mannheimer Denis Reul und Markus Kink der ersten Auslese Krupps zum Opfer gefallen. Dafür stießen die Wolfsburger Kai Hospelt und Christopher Fischer sowie die Ingolstädter Thomas Greilinger und Michael Bakos nach dem Play-off-Aus mit ihren Teams zum Kader.

Einen Freibrief für die WM stellt Krupp aber auch diesen Profis nicht aus.

"Der Kampf um die WM-Tickets ist knallhart", sagte der ehemalige Stanley-Cup-Sieger. Vor der WM hat die deutsche Auswahl noch drei weitere Gelegenheiten, um ihre Form zu testen.

Ab Donnerstag bezieht das Krupp-Team ein Trainingslager in Füssen mit Spielen gegen die Schweiz (Samstag/16 Uhr/Füssen) und die Slowakei (Sonntag/17 Uhr/Ravensburg).

Am 4. Mai steigt die WM-Generalprobe in Hamburg gegen Olympiasieger Kanada.

Am 7. Mai auf Schalke gegen die USA

Bei der WM trifft Deutschland im Auftaktspiel am 7. Mai vor der Weltrekord-Kulisse von 76.000 Zuschauern in der Schalke-Arena auf den Olympia-Zweiten USA.

Anschließend heißen die Gruppengegner Finnland (10. Mai) und Dänemark (12. Mai).

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