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Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann scheitert am Schweizer Goalie Martin Gerber © imago

Nach dem 1:2 des DEB-Teams gegen die Schweiz benennt der Bundestrainer das größte Manko und schürt den Konkurrenzkampf.

Schwenningen - Defizite erkannt, Druck erhöht: Nach dem 1:2 des deutschen Nationalteams gegen die Schweiz im ersten echten Härtetest vor der Heim-WM hat Bundestrainer Uwe Krupp den Konkurrenzkampf unter seinen Schützlingen geschürt.

"Es gilt nur das Leistungsprinzip. Wer am besten spielt, ist dabei", sagte der Coach nach der Niederlage gegen den Olympia-Achten, die rund zwei Wochen vor der WM (7. bis 23. Mai) die Schwächen der deutschen Auswahl offengelegt hat. (Alle Eishockey-News)

"Wir wissen, dass das Tempo bei der WM höher sein wird, als wir es in Deutschland gewohnt sind. Wir haben gesehen, dass uns die Schweiz gerade da noch etwas voraus ist", erklärte Krupp.

Nur Wolf trifft für Deutschland

Er erwartet von den Profis im Kampf um die WM-Tickets eine Steigerung: "Je besser der Gegner ist, desto besser können wir die Stärken und Schwächen unserer Spieler erkennen. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Wir müssen bis zur WM weiter hart arbeiten."

Im Spiel vor 2786 Zuschauern in Schwenningen wurde schnell klar, dass die beiden deutlichen Siege in den ersten beiden Testspielen gegen die ersatzgeschwächte norwegische Auswahl (8:2, 3:0) Muster ohne Wert waren.

"Der große Unterschied war die Qualität des Gegners", sagte Krupp, dessen Team den Gegentoren durch Steve Hirschi (36.) und Robin Grossmann (52.) nur den Treffer von Michael Wolf (42.) entgegensetzen konnte.

WM-Generalprobe gegen Kanada

Der Trainer, der seit Wochen mit Spekulationen über das Ende seiner Amtszeit nach der WM leben muss, will im nächsten Spiel gegen die Eidgenossen am Samstag (16.00 Uhr) in Füssen und in der Partie gegen die Slowakei am Sonntag (17 Uhr) in Ravensburg weitere wichtige Erkenntnisse gewinnen.

"Jedes Spiel gibt uns Aufschlüsse darüber, wer und weiterhilft und wer nicht", sagte Krupp. Bei der WM-Generalprobe am 4. Mai in Hamburg trifft sein Team auf Olympiasieger Kanada.

Nur drei Finalisten im Visier

Weiterhelfen könnten der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) Profis aus den Reihen der beiden Finalisten im Kampf um die deutsche Meisterschaft.

Allerdings hat Krupp nur drei Profis der Hannover Scorpions und der Augsburger Panther im Visier. Die Verteidiger Nikolai Goc und Andy Reiss (Hannover) sowie Torwart Dennis Endras (Augsburg) sind für den 44-Jährigen WM-Kandidaten.

Dabei scheint Krupp, dessen Team im WM-Auftaktspiel vor der Weltrekord-Kulisse von 76.000 Zuschauern in der Schalke-Arena auf den Olympia-Zweiten USA trifft, auf der Torwart-Position die wenigsten Sorgen zu haben.

Dimitrij Kotschnew von Spartak Moskau zeigte gegen die Schweiz eine starke Leistung und erhielt ein Sonderlob seines Trainers: "Er war überragend und hat uns lange im Spiel gehalten."

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