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Uwe Krupp ist seit drei Jahren Trainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft © getty

Vor dem Deutschland-Cup fordert Bundestrainer Krupp mehr Jugendarbeit im deutschen Eishockey, um seine Perpektive zu wahren.

München ? Die DEL beklagt weiterhin einen Zuschauer-Rückgang. Und das vor dem Deutschland-Cup vom 08. bis zum 11. November. Führende Persönlichkeiten des deutschen Eishockeys fordern Reformen.

Bundestrainer Uwe Krupp stellt jetzt auch die Perspektive des Sports in Frage und kritisiert vor allem die Nachwuchsarbeit der Liga-Verantwortlichen.

Der ehemalige NHL-Profi will sich nicht in die Gegebenheiten der höchsten deutschen Eishockeyliga einmischen. Aber er stellt trotzdem klar, dass das Interesse der DEL stärker auf die Ansprüche der Nationalmannschaft ausgerichtet sein müsste.

"Aushängeschild der Sportart"

"Ich halte das Nationalteam für das Aushängeschild der Sportart. Es müsste im Interesse der DEL sein, uns zu unterstützen. Aber das ist mein Blickwinkel. Jeder will unter dem Strich gut dastehen und dabei gibt es Interessenkonflikte", wird Krupp von der "FAZ" zitiert.

Den Zuschauer-Rückgang in der DEL führt Krupp auf den generellen Modus in der Liga zurück: "Ich glaube, die Fans wollen unbedingt, dass es in der DEL Auf- und Absteiger gibt. Daran hängt ihr Herz."

Eklat bei der Weltmeisterschaft

Vor allem muss sich aber die Nationalmannschaft gut präsentieren, um den Sport populär zu machen. So führte der Weltmeister-Titel der deutschen Handballer zu einem regelrechten "Boom" in Deutschland, während das DEB-Team nur negative Schlagzeilen schreiben konnte.

"In den deutschen Medien wurde in erster Linie über die Probleme berichtet. Einige gute sportliche Leistungen wurden in den Schatten gestellt. Was hängen blieb, waren Busch und Holland", so Krupp.

Er bezieht sich damit auf den ausgelassen Doping-Test von Florian Busch und die Aufstellung des nicht spielberechtigten Jason Holland. Die ließen die WM für Deutschland zu einem Eklat werden.

"Noch nicht weg vom Fenster"

Dem Status der deutschen Nationalmannschaft blickt Krupp ebenfalls skeptisch gegenüber: "Wir stehen mit einem Bein in der Abstiegsrunde."

Zwar erklärt er weiterhin, dass die Zukunft des Eishockey in Deutschland fest verankert ist, aber ihm zu Folge muss noch einiges getan werden.

"Noch sind wir nicht weg vom Fenster, aber wir brauchen mehr Nachwuchs", so der Bundestrainer und fordert deutlich mehr Engagement der DEL, um das Image des deutschen Eishockeys wieder voran zu treiben.

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