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Marcus Kink (2. v. r.) unterliegt mit dem DEB-Team der Slowakei © getty

Das DEB-Team überzeugt gegen die Slowakei und kommt nach einem Rückstand zurück. Doch in der Verlängerung kommt der Knockout.

Vom Deutschland Cup berichtet Rainer Nachtwey

München - Die deutsche Nationalmannschaft hat beim zweiten Auftritt beim Deutschland Cup 2010 einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen.

Nach dem 4:3-Auftakterfolg über Kanada unterlag die Auswahl von Bundestrainer Uwe Krupp der Slowakei mit 2:3 (0:1, 0:1, 2:0, 0:1) nach Verlängerung.

Der Wolfsburger Kai Hospelt erzielte beide Tore (44. und 52. Minute). Dabei zeigte die deutsche Mannschaft große Moral, als sie im letzten Drittel einen 0:2-Rückstand aufholte. "Wir haben nie aufgegeben. Großes Lob an die Mannschaft", sagte Krupp.

Weil die Schweiz am Abend ihr zweites Spiel mit 2:1 nach Verlängerung gegen Kanada gewonnen hat, ist das DEB-Team vor dem Schlusstag auf Rang zwei. Um den Turniersieg aus dem Vorjahr zu wiederholen, ist ein Sieg gegen die Eidgenossen am Sonntag (ab 20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) Pflicht.

Viele Strafzeiten für DEB-Team

"Die Niederlage ist natürlich bitter, aber der Punkt kann noch Gold wert sein für uns", sagte Marcus Kink zur Tabellenkonstellation.

Der deutschen Mannschaft war nach dem intensiven Kanada-Spiel die fehlende Frische anzumerken. Die Folge: Viele Strafzeiten. Die Spieler kamen den Tick zu spät.

"Wir sind sehr schwer reingekommen. Im ersten Drittel hat uns der Biss gefehlt", analysierte Felix Petermann bei SPORT1.

Dennoch boten sich der jungen Krupp-Truppe Einschussmöglichkeiten. Martin Buchwieser verfehlte aus kurzer Distanz das Tor (5.), Kink scheiterte nach toller Vorarbeit von Frank Mauer an Keeper Branislav Konrad.

Zudem verpasste es die deutsche Mannschaft, bei 5:3-Überzahl zuzuschlagen.

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Ehelechner im deutschen Tor

Aber auch die Slowaken machten es zu Beginn nicht besser: Zwei Überzahlspiele ließ der WM-Gastgeber 2011 ungenutzt, ehe Roman Tomanek einen Abpraller im Powerplay zur slowakischen Führung verwandelte (20.).(17 Tage im Mai: Die DVD zur Eishockey-WM im SPORT1-Shop)

Patrick Ehelechner, der WM-MVP Dennis Endras im Tor vertrat, war machtlos. Zuvor hatte sich der Nürnberger Keeper mehrmals auszeichnen können.

Neben Ehelechner waren Jerome Flaake für Simon Danner und Petermann für Moritz Müller in die Mannschaft gerückt.

Kink verpasst zweimal

Erst im zweiten Drittel schienen die DEB-Akteure die Müdigkeit abzulegen und die deutsche Mannschaft drückte auf den Ausgleich.

Nach überstandener Unterzahl scheiterte erst Kink (23.), anschließend Buchwieser (26.) am starken Konrad, zudem verfehlte erneut Kink (27.) aus dem Gewühl den Kasten.

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0:2 in DEB-Drangphase

In die Drangphase der DEB-Auswahl hinein fiel das 2:0 (34.). Nach toller Kombination über Ex-NHL-Spieler Branislav Mezei und den Kölner Ivan Ciernik überwand Marek Hascak Ehelechner mit einem Schlenzer über die Fanghand ins lange Eck.

Doch die Krupp-Truppe ließ sich auch durch das zweite Gegentor nicht unterkriegen. Darin Olver (36.) schlug im Powerplay vor dem leeren Tor ein Luftloch, Patrick Hager (37.) scheiterte nach feiner Einzelleistung erneut an Konrad.

Gogulla bereitet Treffer vor

Im letzten Drittel musste sich dann aber auch der überragende slowakische Keeper geschlagen geben. Nach feiner Vorlage von Philip Gogulla erzielte Hospelt per Direktabnahme den Anschlusstreffer (44.).

Und die deutsche Mannschaft drückte weiter. Hager bediente den Krefelder Teamkollegen Daniel Pietta (46.), wieder war Konrad zur Stelle.

Konrad rettet Slowaken

In die Drangphase hinein musste die deutsche Mannschaft einen Rückschlag verkraften. Frank Mauer erhielt nach einem Ellbogencheck fünf Minuten plus Spieldauer - sehr zum Missfallen der 7100 Zuschauer.

Nach Ablauf der fünf Minuten durften die deutschen Fans jubeln. Wolf bediente Hospelt und der Wolfsburger erzielte mit seinen dritten Turniertreffer (52.) den Ausgleich.

Krupp: Erfahrung war entscheidend

Von da an spielte nur noch die deutsche Mannschaft, aber Konrad rettete die mit sieben ehemaligen NHL-Spielern gespickte slowakische Auswahl in die Verlängerung.

Dort erzielte nach 1:34 Minuten Radovan Somik einen Konter zum 3:2-Siegtreffer.

"Die Slowaken waren eiskalt. Die hatten vielleicht vier, fünf Chancen und drei nutzen sie zu Toren", meinte Kink und Krupp befand: "Hier hat sich die Erfahrung der ehemaligen NHL- und KHL-Spieler ausgezahlt."

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